Effekte von Methylphenidat mit osmotischer Freisetzung auf Körpergröße und Gewicht bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) nach bis zu vierjähriger Behandlung
Durá-Travé et al. (2012)
Journal of Child Neurology 27(5), 604-609
Zusammenfassung
Hinsichtlich eines möglichen negativen Einflusses von Methylphenidat auf das Wachstum bestehen gewisse Kontroversen. Die Autoren werteten die klinischen Unterlagen von 187 Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung aus, die mit Methylphenidat behandelt wurden. Gewicht, Körpergröße und Body-Mass-Index der Patienten wurden bei Diagnosestellung und während einer vierjährigen Nachbeobachtung gemessen. Die Methylphenidatdosis wurde schrittweise auf bis zu 1,31 + 0,2 mg/kg/Tag erhöht. Bei Diagnosestellung lag das mittlere Gewicht 0,697 kg unter dem für das Alter erwarteten Mittelwert. Diese Differenz nahm bis auf 4,274 kg zu (nach 30 Behandlungsmonaten), verringerte sich anschließend jedoch auf 1,588 kg (nach 48 Behandlungsmonaten). Die mittlere Körpergröße lag bei Diagnosestellung 0,42 cm unter der für das Alter erwarteten mittleren Größe. Diese Differenz nahm bis auf 2,69 cm zu (nach 30 Behandlungsmonaten), verringerte sich anschließend jedoch auf 0,83 cm (nach 48 Behandlungsmonaten). Der Zusammenhang zwischen Ernährungsstatus und den negativen Effekten auf die Wachstumskurve dieser Patienten würde eine Optimierung der Ernährung erfordern, um die anthropometrischen Variablen wieder zu normalisieren.
Kategorien: Medikamente
Schlagwörter: Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Body-Mass-Index, Körpergröße, Methylphenidat, Gewicht, ADHS
