Was wissen wir über Langzeiteffekte von Methylphenidatbehandlung auf die Hirnentwicklung von Kindern und Jugendlichen mit einer ADHS?

S. Gilsbach et al. (2011)

Zeitschrift für Neuropsychologie 22(2), 121-129

Zusammenfassung

Obwohl Psychostimulanzien zu den Behandlungsmethoden der ersten Wahl bei Kindern mit einer ADHS im Kindes- und Jugendalter gehören, sind mögliche Langzeitfolgen einer Stimulanzientherapie noch nicht ausreichend erforscht. Während eine kurzzeitige positive Wirkung von Stimulanzien auf Aufmerksamkeitsleistungen als gesichert gilt, sind die langfristigen Auswirkungen insbesondere einer Medikation in der frühen Kindheit sowie einer Dauermedikation noch weitestgehend unbekannt. Verschiedene Studien ergaben Hinweise auf einen Einfluss einer Dauermedikation mit Stimulanzien sowohl auf die strukturelle als auch auf funktionelle Hirnentwicklung. Des Weiteren sollten mögliche unerwünschte kognitive und motivationale Nebenwirkungen einer Medikation mit Methylphenidat genauer in Betracht gezogen werden.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Medikamente

Schlagwörter: ADHS, Langzeiteffekte, Bildgebung

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