Pharmakotherapie bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS
R. Pelz, T. Banaschewski & K. Becker (2008)
Monatsschrift Kinderheilkunde 156(8), 768-775
Zusammenfassung
Die Leitlinien für die Behandlung hyperkinetischer Störungen im Kindes- und Jugendalter beinhalten neben einer medikamentösen Therapie nichtmedikamentöse – wie psychologische, pädagogische und psychosoziale – Maßnahmen. Die Diagnosestellung sollte in Übereinstimmung mit DSM-IV- bzw. ICD-10-Kriterien erfolgen und auf einer umfassenden Anamnese und diagnostischen Beurteilung beruhen. Eine Pharmakotherapie ist nicht immer angezeigt. Zum jetzigen Zeitpunkt sind Stimulanzien und Atomoxetin das Mittel der Wahl zur pharmakologischen Behandlung einer Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung. Sie sind indiziert, wenn verhaltenstherapeutische und psychoedukative Maßnahmen allein nicht ausreichen. Mittlerweile sind neu zugelassene Medikamente und Arzneimittel hinzugekommen, deren Wirkung über den Tag anhält. Darüber hinaus wurde mit Atomoxetin ein Nichtstimulans zugelassen, das inzwischen häufig eingesetzt wird. Allerdings sind alle diese neuen Medikamente mit höheren Kosten verbunden und die Auswahl zwischen ihnen kann schwierig sein.
Kategorien: Medikamente
Schlagwörter: Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störung, ADHS, Atomoxetin, Methylphenidat, Retardformen, Psychostimulanzien
