Diagnostik von Rechenstörungen
L. Tischler & F. Petermann (2012)
Monatsschrift Kinderheilkunde 160(10), 1001-1012
Zusammenfassung
Bei der Rechenstörung handelt es sich um eine umschriebene Entwicklungsstörung mit ho- her Prävalenz, die sich vom Kindes- bis ins Erwachsenenalter hinein erstrecken kann. Nach ICD-10 („international classificatio n of diseases, 10th revision“) ist sie den umschriebenen Entwicklungsstörungen zuzuordnen, denen Beeinträchtigungen in Sprache, Motorik und vi- suell-räumlicher Wahrnehmung zugrunde liegen. Als entscheidend zur Diagnosestellung er- wies sich die Diskrepanz zwischen Intelligenz und der bezüglich dieser zu erwartenden Re- chenleistung. Dabei stehen dem Kliniker unterschiedliche diagnostische Leitlinien zur Ver- fügung. Eine umfassende, auch zur Therapieplanung geeignete Untersuchung sollte sich an der ätiologischen Konzeption der Rechenstörung orientieren und nicht zuletzt auch Beein- trächtigungen in der visuellen Informationsverarbeitung mit berücksichtigen. Dies sollte sich in der bedachten Auswahl entsprechender Testverfahren widerspiegeln.
Kategorien: Diagnostik, Teilleistungsstörungen
Schlagwörter: Rechenstörung, Entwicklungsstörung, Diagnostik, Schulische Fertigkeiten, Lernstörung, Störung der visuellen Informationsverarbeitung
