Kinder mit Behinderungen werden anfangs häufig fehldiagnostiziert, und Kinder mit neuropsychiatrischen Störungen werden 30 Monate später an geeignete Hilfen überwiesen als Kinder mit anderen Behinderungen

Alli-Marie Tuominen-Eriksson, Yvonne Svensson, Ronny K. Gunnarsson (2012)

Journal of Autism and Developmental Disorders 43(3), 579-584

Zusammenfassung

Behinderungen eines Kindes können zu geringem Selbstwertgefühl und sozialen Problemen führen. Auch das Leben von Eltern und Geschwistern ist betroffen. Frühzeitige Interventionen können diese Folgen verringern. Um eine frühe Intervention zu ermöglichen, ist eine frühzeitige Überweisung an geeignete Hilfsangebote wesentlich. In einer longitudinalen retrospektiven Beobachtungsstudie wurde festgestellt, dass Kinder mit neuropsychiatrischen Störungen ohne Intelligenzminderung 30 Monate später überwiesen wurden als andere Kinder. Die Übereinstimmung zwischen der Identifikation der Hauptbehinderung durch die überweisende Stelle und derjenigen des Habilitationszentrums war mit einem Kappa-Koeffizienten von 0,44 gering. Da die diagnostische Übereinstimmung zwischen überweisenden Stellen und Habilitationszentren gering war, sollte eine frühere Überweisung gefördert werden.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Autismus-Spektrum-Störungen, Diagnostik

Schlagwörter: Asperger-Syndrom, Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit Hyperaktivität, autistische Störung, frühe Diagnosen, Überweisung und Konsultation, Intelligenzminderung

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