Bewertung der Inhalte individualisierter Bildungspläne und 504-Pläne bei jungen Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

Craig F. Spiel, Steven W. Evans, Joshua M. Langberg (2014)

School Psychology Quarterly 29(4), 452-468

Zusammenfassung

Ziel dieser Studie war es zu bewerten, in welchem Maße Individualized Education Programs (IEPs) und 504 Plans für Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bewährten Vorgehensweisen entsprachen und evidenzbasierte Leistungen enthielten. Konkret untersuchten wir die Problembereiche, die in der Beschreibung des aktuellen Niveaus schulischer Leistungen und funktioneller Fähigkeiten (PLAAFP) identifiziert und in den messbaren Jahreszielen und -vorgaben (MAGOs) der Schülerinnen und Schüler adressiert wurden. Darüber hinaus verglichen wir die vorgesehenen Leistungen mit Listen empfohlener Leistungen des US-Bildungsministeriums (ED) und Übersichten evidenzbasierter Praktiken. Teilnehmende waren 97 Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe mit ADHS; 61,9 % hatten einen IEP und 38,1 % einen 504 Plan. Die meisten (85 %) PLAAFP-Beschreibungen in IEPs nannten nichtschulische bzw. Verhaltensprobleme, aber weniger als die Hälfte enthielt MAGOs, die diese Bedarfsbereiche adressierten. In IEPs und Section-504-Plänen aufgeführte Leistungen entsprachen häufig den Empfehlungen des ED, verfügten jedoch über wenig bis keine Forschungsevidenz für ihre Wirksamkeit. Darüber hinaus wurden Leistungen, deren Nutzen für Schülerinnen und Schüler mit ADHS empirisch gestützt ist, nur selten in IEPs oder 504 Plans aufgenommen. Implikationen für die sonderpädagogische Politik und zukünftige Forschungsrichtungen werden diskutiert. (PsycINFO Database Record (c) 2014 APA, alle Rechte vorbehalten)

Kategorien: ADHS bei Kindern, Therapie

Schlagwörter: ADHS, individualisierte Bildungspläne, Section-504-Pläne

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