Teilnahme am Straßenverkehr und Psychopathologie bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

J. M. Fegert & L. K. Fegert (2012)

Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie 60(1), 041-049

Zusammenfassung

Der Erwerb einer Fahrerlaubnis, die Teilnahme am Straßenverkehr als Mofafahrer, Motorradfahrer und insbesondere das Autofahren stellen in der Autonomieentwicklung vieler Jugendlicher und junger Erwachsener wichtige Schritte dar. Der Beitrag gibt eine Übersicht über Alters- und Entwicklungsgrenzen beim Erwerb von Fahrerlaubnissen, psychopathologische Einschränkungen der Fahrtauglichkeit und ihre Beurteilung. Dabei wird insbesondere auf jugendtypische, externalisierende Verhaltensstörungen, welche in der psychiatrischen Fahrtauglichkeitsliteratur eher wenig berücksichtigt werden, eingegangen. Abschließend wird eine Übersicht über die Folge von Medikamenteneinnahmen auf die Fahrtauglichkeit sowie die Gefahren kombinierter Medikamenten- oder Alkohol- bzw. Suchtmitteleinnahme hingewiesen. In der Behandlung und Psychoedukation von jugendlichen Patienten und jungen Erwachsenen stellt die Teilnahme am Straßenverkehr, der Erwerb des Führerscheins etc. ein wichtiges Thema dar, welches behandelnde Ärzte unbedingt proaktiv aufgreifen sollten.

Kategorien: ADHS bei Erwachsenen

Schlagwörter: Fahrerlaubnis, Fahrtauglichkeit, Psychopathologie im Jugendalter, Psychopharmakaeinnahme

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