Wenn man sich schon in die Praxis begibt

G. W. Lauth & P. F. Schlottke (2007)

Kindheit und Entwicklung 16(3), 152-157

Zusammenfassung

Dreisörner (2006) vergleicht zwei Behandlungsmaßnahmen (THOP von Döpfner et al., 1998; Aufmerksamkeitstraining nach Lauth & Schlottke, 2002) für hyperkinetische Kinder unter Praxisbedingungen. Es soll herausgefunden werden, ob die Programme unter suboptimalen Bedingungen wirksam sind. Dieser Versuch schlägt aus mehreren Gründen fehl. Die Behandlung wird beim Aufmerksamkeitstraining nicht den verbindlichen Vorgaben des Programms entsprechend durchgeführt, eine Zufallszuweisung zu beiden Versuchsbedingungen ist nicht gegeben, die Behandlungserfolge beim THOP sind durch massive Einflüsse einer Pharmakotherapie mitbedingt. Das Design genügt nicht den Ansprüchen an den Praxistest, den der Autor vornehmen will. Vorschläge für eine angemessenere Evaluation erfolgen.

Kategorien: Psychotherapie

Schlagwörter: THOP, Aufmerksamkeitstraining nach Lauth & Schlottke, Aufmerksamkeitsstörungen, hyperkinetische Störungen, kognitive Verhaltenstherapie

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