Epidemiologie

Die internationale Studie zur Prävalenz von ADHS bei Abhängigkeitserkrankungen: Hintergrund, Methoden und Stichprobe

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wird bei Personen mit Substanzgebrauchsstörungen (SUD) zunehmend als komorbide Erkrankung erkannt. Dieser Beitrag beschreibt die Methoden und die Studienpopulation der International ADHD in Substance Use Disorders Prevalence (IASP)-Studie. Ziele der IASP sind, die Prävalenz von ADHS bei erwachsenen behandlungssuchenden Patienten mit SUD in verschiedenen Ländern und SUD-Populationen zu bestimmen, die Reliabilität und Validität der Adult ADHD Self-report Scale V 1.1 (ASRS) als ADHS-Screeninginstrument in SUD-Populationen zu untersuchen, das Komorbiditätsprofil von SUD-Patienten mit und ohne ADHS zu analysieren, Risiko- und Schutzfaktoren bei SUD-Patienten mit und ohne komorbide ADHS-Diagnose zu vergleichen und das Wissen über den Zusammenhang zwischen ADHS sowie Beginn und Verlauf von SUD zu erweitern. In dieser querschnittlichen, multizentrischen zweistufigen Studie wurden die Teilnehmer mit der ASRS auf ADHS gescreent, mit dem Conner’s Adult ADHD Diagnostic Interview for DSM-IV (CAADID) diagnostiziert und hinsichtlich SUD, Major Depression, bipolarer Störung, antisozialer Persönlichkeitsstörung und Borderline-Persönlichkeitsstörung untersucht. Insgesamt wurden 3.558 Personen aus 10 Ländern eingeschlossen. Davon hatten 40,9 % ein positives ADHS-Screening. Dies ist die bislang größte internationale Studie in dieser Population, die ADHS und komorbide Störungen untersucht. Copyright © 2013 John Wiley & Sons, Ltd.

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Prävalenz und Korrelate von ADHS im Erwachsenenalter in den Vereinigten Staaten: Ergebnisse der National Comorbidity Survey Replication

Ziel: Trotz zunehmenden Interesses an der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter ist über ihre Prävalenz und Korrelate wenig bekannt.

Methode: Ein Screening auf ADHS im Erwachsenenalter wurde in eine probabilistische Teilstichprobe (N = 3199) von 18- bis 44-jährigen Befragten der National Comorbidity Survey Replication aufgenommen, einer national repräsentativen Haushaltsbefragung, bei der mithilfe eines von geschulten Laien durchgeführten diagnostischen Interviews ein breites Spektrum von DSM-IV-Störungen erfasst wurde. Bei 154 Befragten wurden verblindete klinische Nachuntersuchungsinterviews zur ADHS im Erwachsenenalter durchgeführt, wobei Personen mit positivem Screening überrepräsentiert waren. Mittels multipler Imputation wurden Prävalenz und Korrelate der klinisch beurteilten ADHS im Erwachsenenalter geschätzt.

Ergebnisse: Die geschätzte Prävalenz einer aktuellen ADHS im Erwachsenenalter betrug 4,4 %. Signifikante Korrelate waren männliches Geschlecht, frühere Ehe, Arbeitslosigkeit und nicht-hispanisch weiße ethnische Zugehörigkeit. ADHS im Erwachsenenalter war stark komorbid mit vielen anderen in der Befragung erfassten DSM-IV-Störungen und mit erheblichen Beeinträchtigungen der Rollenfunktion verbunden. Die Mehrzahl der Fälle war unbehandelt, obwohl viele Personen wegen anderer komorbider psychischer und substanzbezogener Störungen behandelt worden waren.

Schlussfolgerungen: Es sind Anstrengungen erforderlich, um Erkennung und Behandlung von ADHS im Erwachsenenalter zu verbessern. Forschung sollte klären, ob eine wirksame Behandlung das Auftreten, Fortbestehen und die Schwere gemeinsam mit ADHS im Erwachsenenalter auftretender Störungen verringert.

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Epidemiologie und nosologischer Status der Generalisierten Angststörung

Die diagnostischen Kriterien der Generalisierten Angststörung (GAS) und ihr Status als eigenständige psychische Störung waren lange umstritten. Inzwischen liegen neuere epidemiologische Daten vor, die ein präziseres Bild dieser Störung und ihrer Besonderheiten ermöglichen. Es wird hier ein systematischer Überblick zu Prävalenz, Verlauf und Komorbidität, zur Beeinträchtigung und zum Inanspruchnahmeverhalten sowie zur Spezifität des Kernsymptoms (Sorgen) gegeben.

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