Evaluation

Wissens- und Einstellungsänderungen zu Depression im Jugendalter

Es bestehen nach wie vor Wissenslücken und Stigmata bei Jugendlichen bezüglich Depression und Suizidalität. Erste internationale Initiativen für Jugendliche zeigen, dass bereits niederschwellige Maßnahmen zu einer signifikanten Wissenszunahme und Einstellungsänderung führen können. Evaluationsstudien zu depressionsspezifischen Aufklärungsmaterialien im Jugendalter fehlen jedoch bislang. Um diese Lücke zu schließen, wurde eine Aufklärungsbroschüre zu Depression für Jugendliche mit dem Ziel entwickelt, spezifisches Wissen zu vermitteln und Vorurteile abzubauen. An einer Stichprobe von 156 Schülern der neunten Jahrgangsstufe wurde die Broschüre in einer Prä-Post-Erhebung evaluiert. Nach Korrektur für multiples Testen zeigten sich für 32 der 50 Fragebogenitems signifikante Veränderungen bezüglich Wissen und Einstellungen. Besonders deutliche Effekte wurden in den Kategorien „Symptome“ und „Antidepressiva“ erreicht. Die größten Verbesserungen wiesen Gymnasiasten auf, gefolgt von Real- und Hauptschülern. Die Akzeptanz der Aufklärungsbroschüre wurde anhand der Kategorien „Gestaltung“, „Inhalt“ und „Nutzen“ erfasst. Die Jugendlichen beurteilten die Broschüre in allen Kategorien positiv und vergaben als Gesamtbewertung die Schulnote „gut“.

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Goal Attainment Scaling in der Ermittlung der Behandlungswirksamkeit bei der behavioralen Therapie von Erwachsenen mit ADHS

ADHS bei Erwachsenen wird im Wesentlichen als Beeintr�chtigung des Alltagsverhaltens begriffen. Folglich werden die Beeintr�chtigungen, die sich im sozialen, famili�ren und beruflichen Bereich einstellen, zu einem bevorzugten Behandlungsziel. Diese Behandlungen machen sich die Unterst�tzung und F�rderung des Alltagsverhaltens zum Ziel. Der vorliegende Beitrag besch�ftigt sich mit der Methode des Goal Attainment Scaling als Ma� f�r den Therapieerfolg. In der Untersuchung gaben 34 Erwachsene mit ADHS (Altersdurchschnitt 29.4 Jahre) vor Beginn eines Verhaltenstrainings bis zu drei Ziele an, die sie im Verlaufe der Therapie erreichen wollten. Am Ende der Behandlung wurde erfragt, in welchem Ausma� diese Ziele erreicht wurden. In einer explorativen Studie wurde die Tauglichkeit dieser Methode untersucht. Im Ergebnis zeigte sich, dass die Patienten wichtige Ziele mit gro�er Tragweite angaben (z. B. ein Examen bestehen, einen Umzug organisieren). Diese Ziele wurden im Schnitt von etwa 60 Prozent der Patienten erreicht. Gut operationalisierte Ziele aus dem Berufs- und Arbeitsbereich wurden eher erreicht als Ziele, die das soziale Zusammenleben betrafen. Die Mehrzahl der Patienten (n = 24) wurde in einer Clusteranalyse als �gute Therapienutzer� eingestuft. Der Grad der Zielerreichung korrelierte nicht mit der erreichten Symptomreduktion und nur m��ig mit der Schwere der Eingangssymptomatik. Es wird dazu geraten, alltagsnahe Erfolgskriterien zur Erfolgskontrolle von Therapien einzusetzen.

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