Lebenszufriedenheit

Komorbide Belastungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit ADHS

ADHS ist eine Lebensspannenerkrankung, die zu erheblichen Beeinträchtigungen im Alltag des Betroffenen führt und häufig mit komorbiden Störungen einhergeht. Die Ausprägung der Symptome variiert altersgruppenspezifisch und gerade der Übergang vom Jugend- in das Erwachsenenalter gilt als besonders sensible Phase. Um das Ausmaß komorbider Störungen bei ADHS zu untersuchen, wurden, basierend auf einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe, N = 328 Jugendliche und junge Erwachsene in drei unterschiedliche Altersgruppen (14–17 Jahre; 18–21 Jahre; 22–25 Jahre) eingeteilt. Mittels zweifaktorieller multivariater Ko-Varianzanalysen wurde der Einfluss von Altersgruppenzugehörigkeit und ADHS-Ausprägung auf das Ausmaß psychischer Belastung ermittelt. Es tritt ein signifikanter Haupteffekt für den Faktor ADHS auf, nicht aber für Altersgruppe oder die Interaktion beider Faktoren auf. Auf Skalenebene wird deutlich, dass ADHS einen stabilen negativen Einfluss auf die psychische Befindlichkeit in allen Altersgruppen ausübt und eine Interaktion zwischen dem Alter und ADHS, bezogen auf soziale Unterstützung und der Lebenszufriedenheit, besteht. Die Ergebnisse weisen auf eine altersinvariante stabile Beeinträchtigung durch ADHS hin. Dabei lässt sich zwar feststellen, dass sich die Ausprägungen für soziale Unterstützung und Lebenszufriedenheit im Gruppenvergleich annähern, die ADHS-Betroffenen aber eine deutlich höhere Belastung angeben als Nicht-Betroffene. Dies hat Einfluss auf die therapeutische Unterstützung und unterstreicht die Notwendigkeit, den Fokus – neben der symptomatologischen Behandlung – auch auf weitere psychische Belastungsfaktoren zu legen.

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Zur Psychotherapie sozialer Ängste

Theoretischer Hintergrund: Obwohl bekannt ist, dass Soziale Angststörungen mit geringem Wohlbefinden assoziiert sind, gibt es nur wenige Studien zur Auswirkung symptombezogener Behandlungen auf die Verbesserung des Wohlbefindens. Fragestellung: Inwieweit verbessert sich durch eine Psychotherapie das Wohlbefinden von Patienten mit sozialen Ängsten? Trägt ein kombiniert ressourcenorientiertes therapeutisches Vorgehen (KROT) stärker zur Verbesserung des Wohlbefindens bei als ein fokal kognitiv-verhaltenstherapeutisches Therapieangebot (KVT)? Methode: In einer randomisiert-kontrollierten Studie zur Psychotherapie sozialer Ängste (N = 62) wurde mittels abhängiger Varianzanalysen die Auswirkung einer KVT- und einer KROT-Behandlung auf Optimismus, Kohärenzgefühl, Selbstakzeptierung und Lebenszufriedenheit untersucht. Ergebnisse: Insgesamt kam es in beiden Behandlungsbedingungen zu einer signifikanten Zunahme von Optimismus, Selbstakzeptanz und Kohärenzempfinden sowie einer Abnahme von Pessimismus. Die Lebenszufriedenheit wurde durch die KROT-Behandlung in stärkerem Maße gefördert als durch die KVT-Behandlung. Schlussfolgerungen: Störungsspezifische Behandlungskonzepte scheinen nicht ausschließlich symptombezogene Verbesserungen zu erzielen, sondern darüber hinaus Wohlbefinden zu fördern.

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ADHS im Jugendalter – Symptomwandel und Konsequenzen für Forschung und klinische Praxis

Ausgehend von der Betrachtung der ADHS als Lebensspannenerkrankung geht die vorliegende Studie der Frage nach, inwieweit Symptome einer adulten Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bereits im Jugendalter auftreten und Folgen für die klinische Praxis haben. Auf der Basis einer Repräsentativdatenerhebung wurde eine Stichprobe von N = 140 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 14 und 19 Jahren erhoben. Mittels der eingesetzten Verfahren ADHS-E, SF-12, SWLS und PHQ-15 und PHQ-9 wurden Zusammenhänge zwischen den ADHS-Symptomen im Erwachsenenalter und Lebenszufriedenheit bzw. Lebensqualität über psychische und körperliche Symptome bei Heranwachsenden untersucht. Dabei konnte die ADHS als ein wesentlicher Faktor für die Beeinträchtigung der Lebenszufriedenheit und Begünstigung von Depressivität in der Adoleszenz ausgemacht werden. Für die klinische Praxis ergibt sich daraus ein veränderter Blickwinkel auf die Lebenszufriedenheit von Jugendlichen im Allgemeinen und auf zusätzliche psychische Belastungen im Rahmen einer adoleszenten Form der ADHS im Besonderen.

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