Metaanalyse

Was hilft bei der Lese-Rechtschreibstörung?

Die Lese-Rechtschreibstörung (LRS) gehört zu den häufigsten Entwicklungsstörungen mit oft chronischem Verlauf. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den aktuellen Stand der Interventionsforschung zur Wirksamkeit deutschsprachiger LRS-Förderprogramme darzustellen. Anhand einer Metaanalyse wurde zunächst die Effektivität unterschiedlicher LRS-Förderansätze quantifiziert. Anschließend wurde der Frage nachgegangen, welche moderierenden Variablen die Wirksamkeit von LRS-Förderprogrammen beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass symptomspezifische Förderprogramme deutlich effektiver sind als Funktions- und Wahrnehmungstrainings. Die Wirksamkeit von LRS-Förderprogrammen wird durch den Interventionsleiter und die Intensität der Förderung beeinflusst, aber nicht durch das Alter oder den Schweregrad der Betroffenheit. Empfehlungen für Praxis und zukünftige Forschung werden aufgezeigt.

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Effektive Förderung rechenschwacher Kinder

Kinder und Jugendliche mit schwachen Rechenfertigkeiten sind nicht nur in der Schule, sondern auch im täglichen Leben vielfältig beeinträchtigt. Eine effektive Förderung ist daher dringend notwendig. In der vorliegenden Metaanalyse wurden Studien, in denen die Wirksamkeit von Förderprogrammen bei deutschsprachigen Kindern mit schwachen Rechenleistungen untersucht wurde, systematisch zusammengefasst. Insgesamt zehn Experimental-Kontrollgruppen-Vergleiche aus acht Interventionsstudien mit 328 Kindern konnten in die Auswertung eingeschlossen werden. Die mittlere Effektstärke der Studien war mittelgroß (g’ = 0.50). Eine Subgruppenanalyse zeigte keine Wirksamkeitsunterschiede zwischen curricularen und nicht-curricularen Förderansätzen. Weitere Subgruppenanalysen zeigten, dass der Fördereffekt durch das Setting, den Interventionsleiter, sowie durch Dauer und Umfang der Förderung moderiert wird. Langfristige Effekte konnten nicht metaanalytisch ausgewertet werden. Es gibt jedoch empirische Evidenz für langfristige Transfereffekte bei nicht-curricularen Förderansätzen.

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Metaanalytische Übersicht zu Geschlechtsunterschieden bei ADHS

Die vorliegende Studie untersuchte Geschlechtsunterschiede bei ADHS mittels Metaanalyse. Effektstärkenschätzungen für die Hauptsymptome und Korrelate der ADHS wurden berechnet, um eine frühere Metaanalyse zu Geschlechtsunterschieden bei dieser Störung zu replizieren und zu erweitern. Es wurden relativ großzügige Einschlusskriterien verwendet, um die Zahl der in die Effektstärken einbezogenen Studien zu maximieren.

Die Ergebnisse zeigten, dass Mädchen mit ADHS im Vergleich zu Jungen mit ADHS niedrigere Beurteilungswerte für Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit, Impulsivität und externalisierende Probleme aufwiesen. Zudem zeigten Mädchen mit ADHS stärkere intellektuelle Beeinträchtigungen und mehr internalisierende Probleme als Jungen mit ADHS. Insgesamt stimmten die Ergebnisse der vorliegenden Metaanalyse weitgehend mit der früheren Metaanalyse überein. Die klinischen Implikationen dieser Geschlechtsunterschiede und Aspekte für zukünftige Forschung werden diskutiert.

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