Musiktherapie

Das Musikalische Konzentrationstraining mit Pepe: Vorstellung des Konzeptes mit seinen Wirkfaktoren

Der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung wird in der Forschung zusehends mehr Bedeutung beigemessen, da sie mit einer Prävalenz von 4,8 % zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter zählt (KiGGS; Schlack, Hölling, Kurth & Huss, 2007). Zudem wächst der Bedarf an alternativen Behandlungsmöglichkeiten neben der Pharmakotherapie. Das hier vorgestellte Musikalische Konzentrationstraining mit Pepe stellt ein innovatives Gruppenprogramm für fünf- bis zehnjährige Kinder mit Konzentrationsproblemen dar. Angelehnt an verhaltenstherapeutische Grundlagen nutzt es Musik als Lern- und Lehrmittel, um die Neugier, Offenheit und Kreativität sowie den Bewegungsdrang der Kinder sinnvoll zu nutzen. Die strukturierten Rhythmus- und Bewegungsübungen zielen auf eine Förderung der fokussierten, geteilten und Daueraufmerksamkeit ab. Weitere Elemente des Trainings wie die Teamarbeit, die Leitfigur Pepe und seine Ampel sollen das Sozialverhalten, die Impulskontrolle sowie die Eigenverantwortlichkeit der Kinder schulen. Die Besonderheiten des Musikalischen Konzentrationstrainings mit Pepe sowie dessen Wirkfaktoren werden im vorliegenden Beitrag präsentiert.

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Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit Hyperaktivität

In den letzten acht Jahren wurden neun Beiträge zum Thema Musiktherapie und Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit Hyperaktivität veröffentlicht. Die musiktherapeutischen Behandlungsansätze basieren in der Regel auf subjektiven Therapiekonzepten und Überlegungen. Obwohl erfahrungsgemäß viele ADHS-Patienten eine Musiktherapie besuchen, gibt es bisher wenige Wirksamkeitsnachweise.

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