Was hilft bei der Lese-Rechtschreibstörung?

E. Ise, R. R. Engel & G. Schulte-Körne (2012)

Kindheit und Entwicklung 21(2), 122-136

Zusammenfassung

Die Lese-Rechtschreibstörung (LRS) gehört zu den häufigsten Entwicklungsstörungen mit oft chronischem Verlauf. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den aktuellen Stand der Interventionsforschung zur Wirksamkeit deutschsprachiger LRS-Förderprogramme darzustellen. Anhand einer Metaanalyse wurde zunächst die Effektivität unterschiedlicher LRS-Förderansätze quantifiziert. Anschließend wurde der Frage nachgegangen, welche moderierenden Variablen die Wirksamkeit von LRS-Förderprogrammen beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen, dass symptomspezifische Förderprogramme deutlich effektiver sind als Funktions- und Wahrnehmungstrainings. Die Wirksamkeit von LRS-Förderprogrammen wird durch den Interventionsleiter und die Intensität der Förderung beeinflusst, aber nicht durch das Alter oder den Schweregrad der Betroffenheit. Empfehlungen für Praxis und zukünftige Forschung werden aufgezeigt.

Kategorien: Teilleistungsstörungen

Schlagwörter: Lese-Rechtschreibstörung, lesen, schreiben, Metaanalyse, Intervention, Förderung, Effektivität, Wirksamkeit

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