Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung und das klinische Management von Adipositas
Sherry Pagoto & Carol Curtin & Bradley M. Appelhans & Miguel Alonso-Alonso (2012)
Current Obesity Reports 1(2), 80-86
Zusammenfassung
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wurde mit einem erhöhten Risiko für Adipositas und dem Scheitern von Adipositasbehandlungen in Verbindung gebracht. Der vorliegende Beitrag erörtert, wie Merkmale der ADHS, darunter Unaufmerksamkeit, Belohnungssensitivität und Impulsivität, das Adipositasrisiko beeinflussen und Implikationen für das Management von Adipositas haben können. Darüber hinaus fassen wir neue Forschung dazu zusammen, wie Adipositas zu Hirnveränderungen beitragen könnte, die mit ADHS-ähnlichen Symptomen verbunden sind. Abschließend werden Vorschläge zur Verbesserung des klinischen Adipositasmanagements bei Patienten mit ADHS diskutiert, darunter pharmakologische Behandlung, körperliche Aktivität und kognitive Verhaltenstherapie. ADHS stellt eine Barriere für das klinische Management der Adipositas dar; weitere Forschung ist erforderlich, um den Zusammenhang zwischen ADHS und Adipositas besser zu verstehen. Wirksame Behandlungsansätze sind angesichts der erheblichen Schwierigkeiten notwendig, mit denen Patienten mit ADHS bei der Regulation ihres Gewichts in einer adipogenen Umwelt konfrontiert sind.
Kategorien: Komorbiditäten
Schlagwörter: ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Adipositas, Impulsivität, Behandlung
