Neuropsychologische Befunde zur ADHS im Erwachsenenalter
F. Philipp-Wiegmann, P. Retz-Junginger, W. Retz & M. Rösler (2012)
Zeitschrift für Neuropsychologie 23(4), 215-224
Zusammenfassung
Die ADHS ist eine chronische Erkrankung mit Beginn in der Kindheit, die sich über das Jugendalter bis ins Erwachsenenleben fortsetzen kann. Zur Sicherstellung der Diagnose ist kein Test verfügbar. Die Diagnose einer ADHS ist eine klinische Beurteilung. Zur Kernsymptomatik gehören Aufmerksamkeitsstörung, Hyperaktivität und Impulsivität. Die Symptomatik darf nicht isoliert auftreten, sondern muss in mehreren Lebenssituationen nachweisbar sein und mit Einschränkungen im Lebensalltag einhergehen. Dabei bildet sich in der klinischen Praxis, nicht zuletzt bei den Patienten, das Bedürfnis ab, mittels Testverfahren bzw. kognitiven Leistungstests wahrgenommene Leistungsdefizite zu objektivieren und zu quantifizieren. Es wird ein Überblick über neuropsychologische Modellannahmen zur ADHS sowie über die häufigsten neuropsychologische Testverfahren gegeben und der aktuelle Stand der Forschung hinsichtlich seiner praktischen Relevanz diskutiert.
Kategorien: Diagnostik
Schlagwörter: ADHS, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Erwachsene, Neuropsychologie
