Metaanalytische Übersicht zu Geschlechtsunterschieden bei ADHS

J. Gershon (2002)

Journal of Attention Disorders 5(3), 143-154

Zusammenfassung

Die vorliegende Studie untersuchte Geschlechtsunterschiede bei ADHS mittels Metaanalyse. Effektstärkenschätzungen für die Hauptsymptome und Korrelate der ADHS wurden berechnet, um eine frühere Metaanalyse zu Geschlechtsunterschieden bei dieser Störung zu replizieren und zu erweitern. Es wurden relativ großzügige Einschlusskriterien verwendet, um die Zahl der in die Effektstärken einbezogenen Studien zu maximieren.

Die Ergebnisse zeigten, dass Mädchen mit ADHS im Vergleich zu Jungen mit ADHS niedrigere Beurteilungswerte für Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit, Impulsivität und externalisierende Probleme aufwiesen. Zudem zeigten Mädchen mit ADHS stärkere intellektuelle Beeinträchtigungen und mehr internalisierende Probleme als Jungen mit ADHS. Insgesamt stimmten die Ergebnisse der vorliegenden Metaanalyse weitgehend mit der früheren Metaanalyse überein. Die klinischen Implikationen dieser Geschlechtsunterschiede und Aspekte für zukünftige Forschung werden diskutiert.

Kategorien: Diagnostik

Schlagwörter: ADHS, Metaanalyse, Unaufmerksamkeit, Geschlechtsunterschiede

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