Verbesserung neurobehavioraler Störungen bei Kindern durch Supplementierung mit Magnesium und Vitamin B6
M. Mousain-Bosc, M. Roche, A. Polge, D. Pradal-Prat, J. Rapin, J.P. Bali (2006)
Magnesium Research. Volume 19, Number 1, 46-52, March 2006
Zusammenfassung
Einige frühere Studien haben über eine Beteiligung von Magnesiummangel (Mg) bei Kindern mit ADHS-Syndrom berichtet. In dieser Arbeit wurden 40 Kinder mit klinischen ADHS-Symptomen während einer mindestens achtwöchigen Magnesium-Vitamin-B6-Behandlung (Mg-B6; 6 mg/kg/Tag Mg, 0,6 mg/kg/Tag Vit-B6) klinisch und biologisch beobachtet. ADHS-Symptome (Hyperaktivität, Hyperemotionalität/Aggressivität, mangelnde Aufmerksamkeit in der Schule) wurden zu verschiedenen Zeitpunkten auf einer Skala von 0–4 bewertet; parallel wurden intraerythrozytäres Mg2+ (Erc-Mg) und ionisiertes Ca2+ im Blut (i-Ca) gemessen. Kinder der ADHS-Gruppe zeigten signifikant niedrigere Erc-Mg-Werte als Kontrollkinder (n = 36). In nahezu allen ADHS-Fällen veränderte die mindestens zweimonatige Mg-B6-Behandlung die klinischen Symptome signifikant: Hyperaktivität und Hyperemotionalität/Aggressivität nahmen ab und die schulische Aufmerksamkeit verbesserte sich. Parallel führte die Mg-B6-Behandlung zu einem signifikanten Anstieg der Erc-Mg-Werte. Nach Absetzen der Mg-B6-Behandlung traten die klinischen Symptome innerhalb weniger Wochen erneut auf, begleitet von einem Rückgang der Erc-Mg-Werte. Diese Studie liefert zusätzliche Informationen zur therapeutischen Rolle einer Mg-B6-Behandlung bei Kindern mit ADHS-Symptomen.
Kategorien: Medikamente
Schlagwörter: hyperaktive Kinder, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen, Magnesium-Vitamin-B6-Ernährung, intraerythrozytäres Magnesium, ionisiertes Ca2+
