Implementierungsintentionen erleichtern die Reaktionsinhibition bei Kindern mit ADHS

C. Gawrilow & P. M. Gollwitzer (2008)

Cognitive Therapy and Research 32(2), 261-280

Zusammenfassung

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist mit Problemen der Handlungskontrolle verbunden, etwa dem Versagen, unangemessene Reaktionen zu hemmen. Zwei Studien untersuchten, ob Selbstregulation durch Implementierungsintentionen (Wenn-dann-Pläne; Gollwitzer, P. M. [1999]. Implementation intentions: Strong effects of simple plans. American Psychologist, 54, 493–503) die Reaktionsinhibition bei Kindern mit ADHS verbessert. In Studie 1 verbesserten Kinder mit ADHS, die ein Unterdrückungsziel durch Implementierungsintentionen ergänzten, die Hemmung einer unerwünschten Reaktion in einer Go/No-Go-Aufgabe bis auf das gleiche Niveau wie Kinder ohne ADHS. Studie 2 zeigte, dass die Kombination von Implementierungsintentionen und Psychostimulanzienmedikation bei Kindern mit ADHS zur höchsten Unterdrückungsleistung führte. Theoretische und praktische Implikationen dieser Ergebnisse werden diskutiert.

Kategorien: Therapie

Schlagwörter: Kinder mit ADHS, exekutive Funktionen, Reaktionsinhibition, Selbstregulation, Implementierungsintentionen

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