Anatomische und funktionelle Bildgebung des Gehirns bei ADHS im Kindesalter: Update 2013

M. Angriman, A. Beggiato & S. Cortese (2013)

Current Developmental Disorders Reports 1(1), 29-40

Zusammenfassung

Neuroimaging-Studien zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erweitern kontinuierlich unser Wissen über die Neurobiologie dieser Erkrankung. Hier aktualisieren wir frühere narrative und systematische Übersichten zur Bildgebung bei ADHS mit Schwerpunkt auf im Jahr 2013 veröffentlichten Studien. Um alle publizierten Studien möglichst umfassend zu erfassen, durchsuchten wir ein breites Spektrum elektronischer Datenbanken (PubMed, Ovid PsychInfo, Ovide Medline, Web of Science und EMBASE). Wir geben einen kritischen Überblick über anatomische Magnetresonanztomographie- (MRT-) und Diffusions-Tensor-Bildgebungsstudien (DTI) sowie über funktionelle MRT- und Resting-State-MRT-Studien. Außerdem wurden Studien eingeschlossen, die darauf abzielten, den Wirkmechanismus von ADHS-Medikamenten aufzuklären. Wir kommen zu dem Schluss, dass die Kombination multimodaler Neuroimaging-Techniken nicht nur das Potenzial hat, unser Verständnis struktureller Störungen neuronaler Schaltkreise zu erweitern, die mit funktionellen Defiziten bei Kindern mit ADHS verbunden sind, sondern auch objektive Daten bereitzustellen, die Kliniker im klinischen Alltag unterstützen können.

Kategorien: ADHS bei Kindern

Schlagwörter: Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Neuroimaging, Magnetresonanztomographie, fMRT, strukturelle Bildgebung, Diffusions-Tensor-Bildgebung, Ruhezustand, Graphentheorie, Klassifikation, Kinder

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