Psychometrische Eigenschaften der Lebensqualitätsskala Child Health and Illness Profile-Child Edition in einer kombinierten Analyse von fünf Atomoxetin-Studien

Alexander Schacht, Rodrigo Escobar, Thomas Wagner, Peter M. Wehmeier (2011)

ADHD Attention Deficit and Hyperactivity Disorders 3(4), 335-349

Zusammenfassung

Unser Ziel war es, die psychometrischen Eigenschaften der generischen Lebensqualitätsskala Child Health and Illness Profile-Child Edition (CHIP-CE) anhand einer kombinierten Analyse klinischer Atomoxetin-Studien bei Kindern und Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zu untersuchen. In die kombinierte Analyse wurden individuelle Patientendaten aus fünf klinischen Studien einbezogen. Die psychometrischen Eigenschaften des CHIP-CE wurden hinsichtlich interner Konsistenz und Struktur untersucht. Eingeschlossen wurden Patienten (n = 794) im Alter von 6 bis 15 Jahren (Mittelwert 9,7) mit einem mittleren Ausgangswert von 41,8 ± 8,04 auf der ADHD Rating Scale. Im gesamten CHIP-CE fehlten durchschnittlich 0,7 Items (SD 2,23). Die mittels Cronbachs Alpha bestimmte interne Konsistenz des CHIP-CE war für alle Subdomänen sowohl zu Studienbeginn als auch am Endpunkt gut. Deutliche Deckeneffekte wurden nur für die Subdomäne „eingeschränkte Aktivität“ beobachtet. Nennenswerte Bodeneffekte traten nicht auf. Die Faktorenanalyse stützte die 12-Faktoren-Lösung für die Subdomänen, nicht jedoch die 5-Faktoren-Lösung für die Domänen. Unsere Analysen beruhten auf einer großen Stichprobe von Patienten außerhalb der USA, wodurch deutliche Veränderungen der Lebensqualität im Zeitverlauf messbar waren. Die Ergebnisse sprechen dafür, dass die CHIP-CE-Skala hinsichtlich interner Konsistenz und Struktur über die Zeit psychometrisch robust ist.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Psychologische Tests

Schlagwörter: Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit Hyperaktivität, Lebensqualität, Psychometrie, Faktorenanalyse

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