Prävention von Verhaltensstörungen bei entwicklungsauffälligen Kindern
A. Dörr, R. Hasmann, M. Daseking, N. Karpinski & F. Petermann (2013)
Monatsschrift Kinderheilkunde 161(9), 833-841
Zusammenfassung
Im folgenden Beitrag werden die Ergebnisse der Begleitforschung eines Projekts zur Prävention expansiven Problemverhaltens dargestellt. Die Analyse berücksichtigt 61 Kinder zwischen 3 und 6 Jahren. Ziel war die Analyse von Zusammenhängen zwischen dem Auftreten von Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten. Ferner werden die Ergebnisse der begleitenden Qualitätssicherung dargestellt und die dokumentierten Empfehlungen zur Weiterbehandlung aus Versorgungssicht ausgewertet. Um die Effekte des Trainings zu erfassen, wurde eine Prä-Post-Messung mit dem SDQ (Strengths and Difficulties Questionnaire) vorgenommen. Es zeigten sich signifikante Effekte bei den Bereichen expansives Verhalten, prosoziales Verhalten und dem SDQ-Gesamtwert. Der Zusammenhang zwischen Entwicklungs- und Verhaltensproblemen wurde anhand hierarchischer Regressionsanalysen untersucht. Dabei stellten sich Zusammenhänge zwischen Entwicklungsauffälligkeiten und Verhaltensproblemen dar. Insbesondere für die Entwicklungsdimensionen Körperbewusstsein, Körpermotorik und expressive Sprache des ET 6–6 konnten Zusammenhänge zu den Problemskalen des SDQ, aber auch zur Skala prosoziales Verhalten, gefunden werden.
Kategorien: Diagnostik, Störung des Sozialverhaltens
Schlagwörter: Expansives Problemverhalten, Entwicklungsstörung, Prävention, ET 6–6, SDQ
