Psychische Auffälligkeiten in der pädiatrischen Praxis

B. Janiak-Baluch, U. Vries, F. Petermann, G. Lehmkuhl (2013)

Monatsschrift Kinderheilkunde 162(1), 48-55

Zusammenfassung

Befragung, Ergebnisse und Verlauf

Im Rahmen der pädiatrischen Vorsorgeuntersuchung wurden 144 Kinder mit einem Durchschnittsalter von 9,1 Jahren mit dem Mannheimer Elternfragebogen untersucht. Bei gut einem Drittel der Befragten lagen Probleme im Ess- bzw. Schlafverhalten oder Konzentrationsstörungen sowie verschiedene Ängste vor. In einem zeitlichen Abstand von 3,2 Jahren erfolgte eine erneute Überprüfung ihres psychischen Status mit dem „Strengths and Difficulties Questionnaire“ (SDQ) und einem Fragebogen zum Gesundheitszustand [“36-Item Short Form Health Survey“ (SF 36)]. Die Ergebnisse sprechen für eine Stabilität psychischer und emotionaler Auffälligkeiten vom Grundschulalter in die Adoleszenz hinein.

Resümee

Kinder- und Jugendärzten kommt in der Primärprävention psychischer Störungen eine wichtige Lotsenfunktion zu. Entsprechende diagnostische und therapeutische Kenntnisse sollten deshalb intensiviert werden und in den fachärztlichen Curricula Berücksichtigung finden.

Kategorien: ADHS bei Kindern, Diagnostik

Schlagwörter: Vorsorgeuntersuchung, Pädiatrie, Psychiatrische Diagnostik, Primärprävention, SDQ („Strengths and Difficulties Questionnaire“)

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