Vorhersage von Beeinträchtigungen bei Studierenden mit ADHS: Die Rolle exekutiver Funktionen

M. R. Dvorsky, J. M. Langberg (2014)

Journal of Attention Disorders

Zusammenfassung

ZIEL: Diese Studie untersuchte longitudinal, ob Eltern- und Selbstbeurteilungen exekutiver Funktionen (EF) die akademische und allgemeine Funktionsfähigkeit von Studierenden mit ADHS vorhersagen und ob EF-Defizite den Zusammenhang zwischen ADHS-Symptomen und Funktionsfähigkeit vermitteln.

METHODE: Prospektive longitudinale Studie mit 59 umfassend diagnostizierten Studierenden mit ADHS und deren Eltern, die zu Beginn und am Ende des Studienjahres Beurteilungen abgaben.

ERGEBNISSE: Von den Studierenden beurteilte Motivation und von den Eltern beurteilte Emotionsregulation sagten die Gesamtbeeinträchtigung signifikant über den Beitrag der ADHS-Symptome hinaus vorher. Die von Studierenden beurteilte EF-Komponente Motivation vermittelte den Zusammenhang zwischen ADHS-Symptomen und Gesamtbeeinträchtigung. Die von Studierenden beurteilte EF-Komponente Organisation vermittelte den Zusammenhang zwischen ADHS-Symptomen und den Noten am Ende des Jahres.

SCHLUSSFOLGERUNG: Die EF-Aspekte Motivation und Organisation scheinen für die Funktionsfähigkeit besonders wichtig zu sein. Aufgrund der moderaten Stichprobengröße sind jedoch weitere longitudinale Untersuchungen erforderlich, um diese Befunde zu bestätigen und evidenzbasierte Empfehlungen für Diagnostik und Behandlung von Studierenden mit ADHS zu entwickeln.

Kategorien: ADHS Allgemein, ADHS bei Kindern

Schlagwörter: ADHS, akademische Funktionsfähigkeit, Studium, exekutive Funktionen, Beeinträchtigung

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