Schülerinnen und Schüler mit ADHS in der Schule beurteilen, verstehen und unterstützen: Aktuelle Wissenschaft, Praxis und Politik
George J. DuPaul, Shane R. Jimerson (2014)
School Psychology Quarterly 29(4), 379-384
Zusammenfassung
Schülerinnen und Schüler mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zeigen chronische Verhaltensschwierigkeiten, die ihre schulische und soziale Funktionsfähigkeit im Schulumfeld beeinträchtigen. Diese Schwierigkeiten mindern nicht nur die Leistung der Schülerinnen und Schüler, sondern stellen auch Lehrkräfte, Schulpsychologen und andere schulische Fachkräfte, die mit dieser Gruppe arbeiten, vor erhebliche Herausforderungen. Obwohl eine umfangreiche Forschungsliteratur zu ADHS für das Verständnis zur Verfügung steht, sind Studien mit spezifischem Fokus auf schulische Funktionsfähigkeit, Diagnostik und Intervention unterrepräsentiert. Die Beiträge dieses Themenschwerpunkts adressieren diese Lücke unmittelbar, indem sie untersuchen: (a) die Rolle kontextueller Faktoren (z. B. Kultur, Geschlecht) bei Lehrerüberweisungen, der Wahrnehmung von Symptomen und Beeinträchtigungen durch Lehrkräfte sowie dem Einfluss der Symptome auf die schulische Leistung; (b) Reliabilität und Validität von Instrumenten, die für schulisches Screening, Identifikation und Behandlungsplanung eingesetzt werden können; und (c) das Ausmaß, in dem schulische Interventionspläne mit empfohlenen Best Practices und Forschungsevidenz übereinstimmen. Die Ergebnisse dieser Studien geben Schulpsychologen konkrete Hinweise für Interessenvertretung und Leistungserbringung, die die schulischen Ergebnisse von Schülerinnen und Schülern mit ADHS verbessern können. (PsycINFO Database Record (c) 2014 APA, alle Rechte vorbehalten)
Kategorien: ADHS Allgemein, ADHS bei Kindern, Therapie
Schlagwörter: ADHS, Diagnostik, Kultur, schulische Funktionsfähigkeit, Intervention
