Benefits and harms of ADHD interventions: umbrella review and platform for shared decision making
C. J. Gosling, M. Garcia-Argibay, M. De Prisco, et al. (2025)
BMJ 391, e085875
Zusammenfassung
Derzeit die umfassendste Gesamtübersicht: 221 neu berechnete Metaanalysen zu 31 Interventionen und 24 Endpunkten, durchgehend GRADE-bewertet, angelegt als fortlaufend aktualisierte Übersicht mit offener Online-Datenbank. Bei Kindern erreichen Alpha-2-Agonisten SMD 0,64 mit hoher, Atomoxetin 0,53 und Viloxazin 0,38 mit moderater Evidenzsicherheit. Bei Erwachsenen erreicht die kognitive Verhaltenstherapie klinikerbeurteilt 0,53 mit moderater Sicherheit, also dieselbe Stufe wie klinikerbeurteiltes Methylphenidat. Amfetamine liegen bei Kindern klinikerbeurteilt bei 1,02, eltern- und lehrerbeurteilt unter 0,60 – der Beurteiler-Effekt betrifft also auch die Stimulanzien. Für keine Intervention gibt es moderate oder hohe Evidenzsicherheit über 26 oder 52 Wochen hinaus.
Kategorien: Medikamente, Therapie
Schlagwörter: ADHS, Therapie, Pharmakotherapie, Verhaltenstherapie, Metaanalyse, Wirksamkeit
