Autismus-Spektrum-Störung

Soziale Kognition bei Autismus-Spektrum-Störungen und Störungen des Sozialverhaltens

Soziale Kognition umfasst eine Reihe von impliziten und expliziten Informationsverarbeitungsprozessen, die im Rahmen der sozialen Interaktion stattfinden, wie zum Beispiel die implizite Aufmerksamkeitszuwendung, die Emotionserkennung oder die Theory of Mind. Defizite in der sozialen Kognition werden im Zusammenhang mit Störungsbildern, zu deren Kernsymptomatik eine Störung in der sozialen Interaktion zählt, angenommen, darunter Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) und Störungen des Sozialverhaltens (SSV). Die vorliegende Übersichtsarbeit gibt einen Einblick in den derzeitigen Forschungsstand mit einem Fokus auf Verhaltens- und Bildgebungsstudien über verschiedene Prozesse der sozialen Kognition bei diesen beiden Störungsbildern.

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Neurofeedbacktherapie bei ADHS und Autismus. Ein Erfahrungsbericht mit Fallbeispielen

Viele Krankheiten, Störungen oder ungewollte Verhaltensmuster sind auf eine Fehlregulierung der elektrischen Gehirnaktivität zurückzuführen. Neurofeedback nutzt die Messung der Gehirnstromwellen (EEG-Wellen), um mittels Feedbacktraining Regulationsstörungen im Gehirn zu verbessern und zu beheben. Neurofeedback kann bei zahlreichen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt werden, insbesondere in der Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und des Autismus bei Kindern und Jugendlichen. Auch in der Gesundheitsförderung und Prävention gewinnt Neurofeedback zunehmend Bedeutung, so etwa als Training zur Stressbewältigung oder zur Erhaltung der geistigen Flexibilität im Alter. Zu den weiteren Einsatzgebieten zählen die mentale Leistungssteigerung (Peak-performance-Training) im Spitzensport sowie auch die Verbesserung der künstlerischen Leistung von Musikern. Die beiden hier beschriebenen Fallbeispiele für Autismus/Asperger-Syndrom (Kind) und Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS)/ADHS (Jugendlicher) veranschaulichen die Einsatzmöglichkeiten von Neurofeedback bei neurologisch-psychiatrischen Krankheitsbildern. Ein Behandlungserfolg ist dabei zumeist rasch erkennbar. Kurzzeitige Verschlechterungen, ausgelöst durch äußere Einflüsse, können bei konsequenter Fortführung des Trainings einfach abgefedert werden. Neurofeedback ist eine wissenschaftlich anerkannte Therapiemethode. Insbesondere in der Therapie von ADHS und Autismus bei Kindern und Jugendlichen stützt sich diese Therapieform auf wissenschaftlich fundierte und breit angelegte renommierte internationale Studien. Im Gegensatz zum internationalen Trend ist Neurofeedback in Österreich kaum verbreitet und daher wenig bekannt. Es gilt noch als Eigenleistung. Jedoch erkennen immer mehr private Versicherer Neurofeedback als wertvolle alternative Form der Behandlung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen und übernehmen bis zu 80% der Behandlungskosten.

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Besonderheiten in der multiaxialen Klassifizierung, Anamnese und Psychopathologie bei Kindern und Jugendlichen mit einer Autismus-Spektrum- Störung und einer Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung

Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, bei Kindern und Jugendlichen mit einer Autismus Spektrum Störung (ASS) ohne oder mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) die Achsen des Multiaxialen Klassifikationsschemas (MAS), anamnestische Daten, sowie Ergebnisse psychopathologischer Fragebogenverfahren zu vergleichen. Insgesamtwurden 120 Patienten (Gruppe ASS: n=60; Gruppe ASS+ADHS: n=60) untersucht. Es wurden eigen- und familienanamnestische Daten, die sechs Achsen der MAS und testpsychologische Ergebnisse erhoben (MBAS, FSK, SRS, CBCL). Deskriptiv konnten in der Gruppe ASS+ADHS ein gehäufter Konsum schädlicher Substanzen durch die Mütter in der Schwangerschaft erhoben werden. In beiden Gruppen fand sich bei den Vätern gehäuft eine Tätigkeit in einem akademisch-technischen Beruf. Hinsichtlich der Fragebogenverfahren zeigte sich eine höhere externalisierende Psychopathologie für die Gruppe ASS+ADHS. Passend zu bisherigen Studien konnte bei den Patienten mit ASS und ADHS eine stärker ausgeprägte psychopathologische Belastung beschrieben werden, auf die bei Diagnostik und Therapie geachtet werden sollte.

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Autismusspektrumstörungen mit hohem Funktionsniveau im Erwachsenenalter

Etwa 1% der Bevölkerung ist von Autismusspektrumstörungen betroffen. Einige autistische Menschen mit hohem Funktionsniveau durchlaufen die Schulzeit erfolgreich, ohne dass eine Diagnose gestellt wurde. Probleme entstehen oft erst mit erhöhten Anforderungen an die soziale Kompetenz und Erfahrungen des Scheiterns. Patienten stellen sich dann häufig mit sekundärer Symptomatik, z. B. einer depressiven Entwicklung, vor. Typische Merkmale des Autismus, wie Störungen der sozialen Interaktion und Kommunikation, eingeschränkte Interessen und stereotypes Verhalten, können aufgrund hoher Intelligenz und guter Kompensationsstrategien unentdeckt bleiben, Fehldiagnosen sind nicht selten. Für die Diagnostik stehen Interviews, Fragebogen und neuropsychologische Tests zur Verfügung. Bei Hinweisen auf eine sekundäre Genese der autistischen Symptomatik sollte eine organische Ausschlussdiagnostik erfolgen. Pharmakologisch sollte symptomorientiert behandelt werden, auf psychotherapeutischer Ebene entwickeln sich zunehmend spezialisierte Therapieangebote. Oft müssen jedoch pragmatische Lösungen mit den Patienten erarbeitet werden.

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Autismus-Spektrum-Störung: Definition von Dimensionen und Untergruppen

Die Autismus-Spektrum-Störung (ASS) ist eine verhaltensdefinierte neurologische Entwicklungsstörung, die mit Defiziten der sozialen Kommunikation sowie eingeschränkten und repetitiven Verhaltensweisen verbunden ist. In der neuesten Konzeptualisierung der ASS stellen diese beiden Verhaltensdimensionen die zentralen definierenden Merkmale der ASS dar, während assoziierte Dimensionen wie intellektuelle und sprachliche Fähigkeiten eine Möglichkeit bieten, die Heterogenität der ASS zu beschreiben. Darüber hinaus trägt die Charakterisierung von ASS-Untergruppen, die durch das Vorliegen bekannter medizinischer, genetischer oder anderer psychiatrischer Störungen definiert sind, zu einem besseren Verständnis der Heterogenität der ASS bei. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Geschichte des Autismus, beschreibt seine zentralen definierenden Merkmale und bietet eine Übersicht über klinisch und ätiologisch relevante Untergruppen, die zur Komplexität dieser Erkrankung beitragen.

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Autismus-Spektrum Störung nach DSM-5 – Konzeptualisierung, Validität und Reliabilität, Bedeutung für Klinik, Versorgung und Forschung

Die Autismus-Spektrum Störung (ASS) wird in DSM-5 als eine Erkrankung aus den ICD-10 bzw. DSM-IV TRDiagnosen frühkindlicher Autismus, Asperger Syndrom und atypischer Autismus/PDD-nos zusammengefasst und weist entsprechend revidierte Kriterien auf. In dem vorliegenden Artikel werden diese Kriterien vergleichend dargestellt, Studien zu Validität und Reliabilität der neuen ASS-Diagnose präsentiert und offene Fragen diskutiert. Ein Ausblick auf die klinische und wissenschaftliche Bedeutung wird gegeben.

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Einfluss von ADHS-Symptomen auf den Schweregrad der Symptomatik bei Autismus-Spektrum-Störung

Trotz der offiziellen Ausschlusskriterien für Autismus-Spektrum-Störung (ASS) und Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) in DSM-IV und ICD-10 zeigen Patienten mit ASS häufig ADHS-Symptome. Wir wollten den möglichen Einfluss von ADHS-Symptomen auf die autistische Psychopathologie in einer großen Stichprobe von Patienten mit ASS untersuchen. Wir prüften die Hypothese, dass Patienten mit ASS und zusätzlicher ADHS (ASS+) eine stärkere autistische Symptomatik zeigen als Patienten mit ausschließlich ASS (ASS−). Autistische Symptome wurden mit der Autism Diagnostic Observation Schedule (ADOS-G), dem Autism Diagnostic Interview (ADI-R) und der Social Responsiveness Scale (SRS) erfasst. Zur Messung der allgemeinen Psychopathologie und von ADHS-Symptomen verwendeten wir die Child Behavior Checklist (CBCL) bzw. die ADHD Rating Scale (FBB-ADHS). Gruppenunterschiede zwischen der ASS+- und der ASS−-Gruppe – die Gruppeneinteilung erfolgte anhand der FBB-ADHS-Ergebnisse – wurden mittels univariater Varianzanalyse (ANOVA) berechnet. Die ASS+-Gruppe zeigte eine stärkere autistische Symptomatik als die ASS−-Gruppe, gemessen mit SRS und ADI-R. Insbesondere auf der Subskala soziale Interaktion des ADI-R war die Symptomschwere in der ASS+-Gruppe signifikant höher. Hinsichtlich der mit ADOS-G gemessenen autistischen Symptome fanden sich keine signifikanten Gruppenunterschiede. Patienten mit ASS und zusätzlicher ADHS zeigten eine stärkere autistische Symptomatik als Patienten mit ausschließlich ASS. Nach unseren Ergebnissen ist die Möglichkeit einer gemeinsamen Diagnose von ASS und ADHS, wie sie für DSM-5 vorgesehen ist, in Übereinstimmung mit früheren Studien sehr sinnvoll, wird die Forschung vereinfachen und therapeutische Implikationen haben.

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Autismus oder „Psychopathy“? – Literaturübersicht und Kasuistik

Autismus-Spektrum-Störungen und die Psychopathy gemäß dem Konzept von Hare gehen mit einem ausgeprägten Empathiedefizit einher. Empathiedefizite von Patienten mit Autismus-Spektrum-Störungen und Empathiedefizite bei Personen mit Persönlichkeitszügen der Psychopathy scheinen sich jedoch zu unterscheiden. Einige Autoren beschreiben ein komorbides Auftreten von Persönlichkeitszügen der Psychopathy bei Personen, die an Autismus-Spektrum-Störungen leiden. Der nachfolgende Beitrag versucht, sich diesem differenzialdiagnostischen Problem anhand einer Literaturübersicht und Kasuistik zu nähern. Hierfür wird ausführlich die Fallgeschichte eines 17-jährigen Jugendlichen in Bezug zum Konstrukt Psychopathy bzw. Autismus diskutiert.

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Autismus oder „Psychopathy“? Literaturübersicht und Kasuistik

Autismus-Spektrum-Störungen und die Psychopathy gemäß dem Konzept von Hare gehen mit einem ausgeprägten Empathiedefizit einher. Empathiedefizite von Patienten mit Autismus-Spektrum-Störungen und Empathiedefizite bei Personen mit Persönlichkeitszügen der Psychopathy scheinen sich jedoch zu unterscheiden. Einige Autoren beschreiben ein komorbides Auftreten von Persönlichkeitszügen der Psychopathy bei Personen, die an Autismus-Spektrum-Störungen leiden. Der nachfolgende Beitrag versucht, sich diesem differenzialdiagnostischen Problem anhand einer Literaturübersicht und Kasuistik zu nähern. Hierfür wird ausführlich die Fallgeschichte eines 17-jährigen Jugendlichen in Bezug zum Konstrukt Psychopathy bzw. Autismus diskutiert.

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Autism Mental Status Exam: Sensitivität und Spezifität unter Verwendung der DSM-5-Kriterien für Autismus-Spektrum-Störungen bei verbal flüssigen Erwachsenen

Die phänotypische Heterogenität von Erwachsenen mit Verdacht auf eine Autismus-Spektrum-Störung (ASS) erfordert einen standardisierten diagnostischen Ansatz, der in allen klinischen Settings praktikabel ist. Das Autism Mental Status Exam (AMSE) ist ein acht Items umfassendes Beobachtungsinstrument, das die Beobachtung und Dokumentation sozialer, kommunikativer und verhaltensbezogener Anzeichen und Symptome einer ASS strukturiert. Frühere Befunde weisen im Vergleich zur Autism Diagnostic Observation Schedule auf eine hohe Klassifikationsgenauigkeit in einer nicht stratifizierten Population von Hochrisikopatienten mit ASS-Verdacht hin. Dieses Protokoll untersucht Sensitivität und Spezifität der AMSE-Werte unter Anwendung der DSM-5-Kriterien für ASS in einer Stichprobe verbal flüssiger Hochrisiko-Erwachsener. Die Ergebnisse zeigen für diese Gruppe eine optimierte Sensitivität von 0,91 und eine Spezifität von 0,93. Aufgrund seines hohen klinischen Nutzens ist das AMSE ein vielversprechendes diagnostisches Instrument zur Unterstützung der klinischen ASS-Diagnose bei Hochrisiko-Erwachsenen.

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