Behandlung

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung und das klinische Management von Adipositas

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wurde mit einem erhöhten Risiko für Adipositas und dem Scheitern von Adipositasbehandlungen in Verbindung gebracht. Der vorliegende Beitrag erörtert, wie Merkmale der ADHS, darunter Unaufmerksamkeit, Belohnungssensitivität und Impulsivität, das Adipositasrisiko beeinflussen und Implikationen für das Management von Adipositas haben können. Darüber hinaus fassen wir neue Forschung dazu zusammen, wie Adipositas zu Hirnveränderungen beitragen könnte, die mit ADHS-ähnlichen Symptomen verbunden sind. Abschließend werden Vorschläge zur Verbesserung des klinischen Adipositasmanagements bei Patienten mit ADHS diskutiert, darunter pharmakologische Behandlung, körperliche Aktivität und kognitive Verhaltenstherapie. ADHS stellt eine Barriere für das klinische Management der Adipositas dar; weitere Forschung ist erforderlich, um den Zusammenhang zwischen ADHS und Adipositas besser zu verstehen. Wirksame Behandlungsansätze sind angesichts der erheblichen Schwierigkeiten notwendig, mit denen Patienten mit ADHS bei der Regulation ihres Gewichts in einer adipogenen Umwelt konfrontiert sind.

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Passionsblume in der Behandlung des ADHS

Hintergrund: Psychostimulantien, sowie – als zweite Wahl – Clonidin und Noradrenalin- Wiederaufnahmehemmer sowie SSRI haben sich als effizient in der Behandlung der ADHD erwiesen. Aber auch Phytotherapeutika wie Kamille, Hopfen, Baldrian oder gar Ginkgo scheinen in der Behandlung dieser Störung wirksam zu sein. Es gibt aber wenig diesbezügliche systematische Beobachtungen. Aus diesem Grund wurde der Effekt von Passiflora incarnata für die ADHD untersucht.

Methode: Unser 14jähriger männlicher Patient mit der nachgewiesenen Diagnose ADHD, diagnostiziert nach ICD-10 Kriterien, wurde vor und nach der 4wöchigen Verabreichung von Passiflora incarnata anhand der Conner-Skalen bewertet.

Resultate: Insgesamt wurde der Durchschnittsscore deutlich besser, wie auch die Faktoren Überaktivität und Unaufmerksamkeit sowie Impulsivität.

Schlussfolgerungen: Trotz der Einschränkung, dass die Generalisierung einer Einzelfallbeobachtung sehr schwer ist, legen die Ergebnisse unserer Beobachtung doch eine zumindest supportive Wirkung von Passiflora incarnata nahe.

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Die Behandlung sozialer Ängste im Kindes- und Jugendalter

Fragestellung: Der vorliegende Artikel untersucht die Fragestellung, inwieweit sich der derzeitige Stand der Forschung kognitiv-behavioraler Interventionen bei sozial ängstlichen Kindern und Jugendlichen in den derzeit zur Anwendung gelangenden Behandlungsrichtlinien widerspiegelt. Methode: Hierzu wurde eine systematische Literaturanalyse zum derzeitigen Stand der Forschung durchgeführt. Ergebnisse: Die Ergebnisse weisen auf die Bedeutsamkeit des Einzelsettings, kognitiver Interventionen, des Einbezugs von Eltern bei jüngeren Kindern sowie auf Einschränkungen, wenn die Behandlung allein aus einem sozialen Kompetenztraining besteht, hin. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse machen deutlich, dass bisherige Empfehlungen zur Therapie sozial ängstlicher Kinder modifiziert und ergänzt werden sollten.

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