HKS

Leistungen von Kindern mit einer Störung der Aufmerksamkeit im HAWIK-IV

Gegenstand der vorliegenden Arbeit waren die Leistungen im HAWIK-IV von N = 433 Kindern und Jugendlichen mit AD(H)S. Untersucht wurden zudem die Abhängigkeit der Testergebnisse von komorbiden Störungen und die Spezifität gegenüber anderen Psychopathologien anhand von Teilgruppen (n = 212, n = 262, n = 117). Diese wurden durch Ausschluss von Personen mit Komorbiditäten auf (a) der ersten, (b) der zweiten und (c) der ersten und/oder der zweiten Achse des Multiaxialen Klassifikationsschemas für psychische Störungen des Kindes- und Jugendalters gebildet. Zur Prüfung der Spezifität des AD(H)S-Profils gegenüber dem Profil anderer psychischer Störungen wurde die komorbiditätsfreie Teilgruppe (n = 117) zudem mit einer Gruppe von Kindern mit einer Angst oder emotionalen Störung (N = 41) verglichen. Wie erwartet zeigte sich eine signifikante Schwäche in der Arbeitsgeschwindigkeit sowohl in der Gesamtstichprobe aller AD(H)S-Kinder als auch in den um komorbide Störungen bereinigten Teilstichproben. Auch im Bereich des Arbeitsgedächtnisses lag ein Defizit vor, das jedoch in der Teilgruppe ohne Komorbiditäten nicht mehr nachweisbar war. Das Profil dieser Gruppe unterschied sich nicht signifikant von dem Profil der klinischen Kontrollgruppe. Die Ergebnisse unterstützen die Annahme, dass AD(H)S mit Defiziten in der Verarbeitungsgeschwindigkeit assoziiert ist. Das Arbeitsgedächtnis scheint nur bei Vorliegen komorbider Störungen ein signifikantes Defizit darzustellen.

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Psychosoziales Funktionsniveau und Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen mit hyperkinetischen Störungen

Die Hyperkinetischen Störungen stellen eines der häufigsten chronisch verlaufenden Krankheitsbilder im Kindes- und Jugendalter dar und nehmen auf viele Lebensbereiche Einfluss (Huss 2004). Deshalb rückt gerade das Thema Lebensqualität in letzter Zeit zunehmend in den Blickpunkt. Es ist nicht mehr ausreichend nur Symptome zu beachten, sondern es muss systematisch die Lebensqualität als Ganzes erfasst werden, um eine Qualitätssicherung von diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zu ermöglichen (Kramer 2007). Zielsetzung: Beurteilung des psychosozialen Funktionsniveaus (ICF) und der Lebensqualität (ILK) von Kindern/Jugendlichen mit hyperkinetischen Störungen.

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Prävalenz hyperkinetischer Symptome und Störungen im Vorschulalter – ein Vergleich zweier Diagnoseinstrumente

Fragestellung: Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit ist die Klärung der Frage, wie hoch die Prävalenzraten von Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) bzw. hyperkinetischer Symptome bei drei- bis sechsjährigen Kindergartenkindern sind. Dabei wird ein Vergleich der Prävalenzraten mittels zweier unterschiedlicher Messinstrumente vorgenommen sowie deren Gütekriterien und Übereinstimmungsraten berichtet.

Methodik: Untersucht wurden im Rahmen des Forschungsprojekts «Zukunft Familie» N = 280 Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren mit dem Elternfragebogen über das Verhalten von Klein- und Vorschulkindern (CBCL 11/2–5; Achenbach & Rescorla, 2000) und dem für diese Altersgruppe leicht modifizierten Fremdbeurteilungsbogen für Hyperkinetische Störungen (FBB-HKS; Döpfner & Lehmkuhl, 1998).

Ergebnisse: Die Gesamtprävalenzraten für hyperkinetische Störungen bei Kindergartenkindern liegen zwischen 2.7% und 9.9%, wobei am häufigsten eine Diagnose überwiegend hyperaktiv-impulsiver Typ vergeben wurde. Es zeigten sich keine signifikanten Geschlechtsunterschiede. Nur jedes vierte Kind mit einer DSM-IV-Diagnose im FBB-HKS bekommt diese auch in der CBCL zugewiesen.

Schlussfolgerungen: Für den deutschen Sprachraum liefert die Studie erste Erkenntnisse und Entscheidungshilfen zum Einsatz neuer Verfahren in der Diagnostik von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen und hyperkinetischer Auffälligkeiten im Vorschulalter. Abschließend werden die Ergebnisse und deren Implikationen vor allem für die epidemiologische Forschung und Prävention hyperkinetischer Verhaltensauffälligkeiten diskutiert.

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Genetische Befunde bei der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist mit einer Prävalenz von 3–7% eine häufige kinderund jugendpsychiatrische Störung. Auf der Basis formalgenetischer Studien ergibt sich eine Heritabilitätsschätzung von 60–80% für ADHS mit einem ca. 5-fach erhöhten Risiko für erstgradige Verwandte von Betroffenen. Bislang vier Genomscans lieferten potentiell relevante chromosomale Regionen, insbesondere den einheitlichen Kopplungsbefund auf 5p13. Aus einer Vielzahl von Assoziationsstudien zu Kandidatengenen deuten aktuelle Metaanalysen auf die Relevanz der Gene der dopaminergen Rezeptoren DRD4 und DRD5 sowie des serotonergen Rezeptors HTR1B und des Synaptosomal Assoziierten Proteins (SNAP-25). In Tiermodellen liegen vorwiegend Paradigmen für Hyperaktivität vor; diese sind in knockout- und Quantitative Trait Loci (QTL) Designs mit viel versprechenden Ergebnissen zum dopaminergen System untersucht worden. Es ist davon auszugehen, dass erst das Zusammenwirken verschiedener Gen-Varianten mit jeweils moderatem bis hin zu kleinem Effekt den Phänotyp ADHS bedingen (Oligo-/ Polygenie) und bei verschiedenen Betroffenen unterschiedliche Kombinationen von prädisponierenden Gen-Polymorphismen zu ADHS führen können. Entsprechend sind für molekulargenetische Studien große Fallzahlen notwendig und die bisherigen Befunde als vorläufig zu interpretieren. Zukunftsweisend für die molekulargenetische Aufklärung von ADHS sind SNP-basierte Genomscans, mit denen 10 000–1 000 000 einzelne Polymorphismen (SNPs) gleichzeitig untersucht werden können. Tiermodelle liefern Hinweise auf die Funktion relevanter Kandidatengene und tragen zur Erweiterung der bislang teilweise widersprüchlichen Kenntnisse zur Neurobiologie des ADHS bei.

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Kunsttherapie bei ADS

Die Studie untersucht eine heilpädagogische Form der Kunsttherapie in Kombination mit Atem- und Konzentrationsübungen bzgl. ihrer Effizienz bei ADS. Hierzu wurde erstmals eine Gruppe von SchülerInnen zweier Sonderschulen für Erziehungshilfe mit dem Störungsbild ADS und SSV kunsttherapeutisch behandelt und prä, post sowie follow-up getestet.

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