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Lehrer und das Aufmerksamkeitsdefizit und/oder Hyperaktivitätssyndrom: Eine Pilotstudie zur Situation der Lehrer in Tirol

Grundlagen: Angesichts der hohen Prävalenz von etwa 5 % von mit Aufmerksamkeitsdefizit und/oder Hyperaktivitätssyndrom betroffenen Kindern wurde der Wissensstand von Tiroler Pädagoginnen und Pädagogen an ausgewählten Bildungseinrichtungen untersucht.

Methodik: Im Rahmen der Diplomarbeit von A. Aglan wurden zwischen Mai und Oktober 2010 170 Fragebögen an ausgewählte Tiroler Schulen verteilt und von dort tätigen Pädagoginnen und Pädagogen freiwillig und anonym ausgefüllt und retourniert. Der Fragebogen bestand aus 43 Items und wurde mit gängigen statistischen Verfahren ausgewertet.

Ergebnisse: Von den versendeten Fragebögen wurden 98 Fragebögen retourniert (58 %), 93 Fragebögen (55 %) wurden mit gängigen statistischen Methoden ausgewertet. Die befragten Lehrer waren in manchen Bereichen gut über das Aufmerksamkeitsdefizit und/oder Hyperaktivitätssyndrom informiert. Wissenslücken wiesen sie in Bezug auf die der Erkrankung zu Grunde liegenden Ursachen und verfügbare Therapieoptionen auf. Sie zeigten hohe Bereitschaft zum Lernen durch Fortbildung und zur aktiven Mitarbeit, um die Situation aller Beteiligten zu verbessern.

Schlussfolgerungen: Der Kenntnisstand der Befragten weist Lücken in den Schwerpunkten „Ursachen von Aufmerksamkeitsdefizit und/oder Hyperaktivitätssyndrom“ und „Therapieoptionen“ auf. Ein Großteil der Lehrer wünscht sich fachspezifische Fortbildungsmaßnahmen und ist bereit, die Unterrichtsstruktur an die Bedürfnisse von Kindern, Schülern und Studenten mit Aufmerksamkeitsdefizit und/oder Hyperaktivitätssyndrom anzupassen.

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Entwicklung und Erfahrungen mit einem computergestützten ADS-Mediatoren-Training für Lehrer

In die Diagnostik und Behandlung von Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen mit/ohne Hyperaktivität (ADS) sind Lehrer unbedingt mit einzubeziehen. In ihrer Ausbildung wird dies bisher jedoch kaum berücksichtigt. Im Rahmen eines umfassenden Projektes wurde daher neben einem Verhaltenstraining ein computergestütztes ADS-Fortbildungsprogramm für Lehrer entwickelt. Im Beitrag werden Aufbau, Inhalte und Ziele der CD-ROM vorgestellt. In vier Hauptkapiteln, “Symptomatik und Begleitprobleme“, “Entstehung, Entwicklung und Diagnostik“, “ADS in der Schule“ und “Intervention, Behandlung und außerschulische Hilfen“, erhalten Benutzer Informationen, Material und Behandlungsanleitungen, die über Text, Bild und Ton veranschaulicht werden. Eine Evaluation des Trainings ist gestartet, erste Erfahrungen zum Einsatz werden beschrieben.

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ADHS-Fortbildung für Lehrer. Mehr Verständnis für das psychiatrische Störungsbild im schulischen Alltag

Vielfach wird das Syndrom ADHS oft erst mit Schuleintritt als Problem wahr genommen, so mit spielen Lehrer als Ansprechpartner, aber auch als Partner in der Behandlung eine wichtigen Rolle. Leider fehlen ausreichende Informationen über das Störungsbild so wie Handlungsstrategien für den Umgang mit den Betroffenen. Das Kind hat aber trotz Therapie nur eine Chance, seine Schullaufbahn erfolgreich zu verändern, wenn es in der Schule an gemessen „behandelt“ wird. Ein integriertes ADHS-Behandlungsmodell verzahnt die therapeutischen, beraterisch-informativen, pädagogischen so wie elterlichen Anstrengungen. Im Idealfall verstehen sich die Bezugspersonen des Kindes beziehungsweise Jugendlichen als therapeutisches Team, das über ein gemeinsames Basiswissen zum Störungsbild ADHS verfügt und sich regelmäßig untereinander austauscht. Das ADHS-Fortbildungskonzept A.L.A.D.I.N. soll einen Beitrag dazu leisten.

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