Magnet-Resonanz-Tomographie-basierte Neuromorphometrie in einzelnen Patienten
J. Hänggi (2012)
Zeitschrift für Neuropsychologie 23(2), 81-96
Zusammenfassung
Die Nützlichkeit MRT-basierter Neuromorphometrie zur Untersuchung einzelner Patienten wird beschrieben. Eine longitudinale, kortikale Dickeanalyse in einem Patient zeigte Atrophie im lateralen Temporallappen, welche eher eine semantische als eine frontotemporale Demenz suggeriert. Ein Knabe mit der Diagnose ADHS und Kontrollknaben wurden verglichen und der Patient zeigte erhöhte kortikale Dicke im orbitofrontalen Kortex. Dieser Befund spricht gegen ADHS und legt eher ein gestörtes Sozialverhalten nahe. Die multiple Synästhetin E. S. wurde mit zwei Kontrollgruppen verglichen und zeigte Hyperkonnektivität zwischen auditorischen und gustatorischen Hirnregionen, was nahelegt, dass ihre Interval-Geschmacks-Synaesthesie in diesen anatomischen Veränderungen wurzelt. Patienten mit McLeod-Syndrom wurden untersucht und zeigten starke Atrophie im Nucleus caudatus bilateral über die Zeit. Statistische Empfehlungen zum Vergleich von MRT-Daten von einzelnen Patienten werden zusätzlich gegeben.
Kategorien: ADHS Allgemein
Schlagwörter: Magnet-Resonanz-Tomographie, Neuromorphometrie, graue Substanz, kortikale Dicke, fraktionale Anisotropie, einzelne Patienten, Diagnose, Überwachung, semantische Demenz, Aufmersamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, gestörtes Sozialverhalten, Synästhesie, McLeod Syndrom
