Die Auswirkungen von Instruktionen auf die Einschätzung von Symptomen der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung durch Mütter bei überwiesenen Kindern
C. Johnston, Margaret D. Weiss, Candice Murray & Natalie V. Miller (2014)
Journal of Abnormal Child Psychology 42(3), 479-488
Zusammenfassung
Es wurde untersucht, ob Instruktionen zur Bewertung von Symptomen der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern die Übereinstimmung zwischen den Symptombewertungen der Mütter und den Bewertungen durch Lehrkräfte und objektive Beobachter verbessern. Achtundsechzig Mütter von 5- bis 12-jährigen Kindern (53 Jungen und 15 Mädchen), die zur ADHS-Diagnostik überwiesen worden waren, wurden zufällig einer Gruppe mit oder ohne Instruktionen zugeteilt. Mütter und Lehrkräfte bewerteten die Kinder mit der SNAP-IV Rating Scale, und objektive Beobachter bewerteten das Verhalten der Kinder während strukturierter Aufgaben. Die Zusammenhänge zwischen den Bewertungen von Müttern und Lehrkräften sowie von Müttern und Beobachtern waren bei Müttern in der Instruktionsgruppe im Allgemeinen stärker als bei Müttern in der Gruppe ohne Instruktionen, in einigen Fällen signifikant stärker. Die Instruktionsmaterialien verbesserten außerdem das Wissen der Mütter darüber, wie ADHS-Symptome zu bewerten sind, und reduzierten einige Zusammenhänge zwischen den mütterlichen Bewertungen und dem sozioökonomischen Status der Familie. Diese Instruktionen haben das Potenzial, die klinische Beurteilung kindlicher ADHS-Symptome zu verbessern.
Kategorien: ADHS bei Kindern, Psychotherapie
Schlagwörter: Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, ADHS, Elternbeurteilungen, Diagnostik
