Autism Mental Status Exam: Sensitivität und Spezifität unter Verwendung der DSM-5-Kriterien für Autismus-Spektrum-Störungen bei verbal flüssigen Erwachsenen

David Grodberg, Paige M. Weinger, Danielle Halpern, Michael Parides, Alexander Kolevzon, Joseph D. B (2013)

Journal of Autism and Developmental Disorders 44(3), 609-614

Zusammenfassung

Die phänotypische Heterogenität von Erwachsenen mit Verdacht auf eine Autismus-Spektrum-Störung (ASS) erfordert einen standardisierten diagnostischen Ansatz, der in allen klinischen Settings praktikabel ist. Das Autism Mental Status Exam (AMSE) ist ein acht Items umfassendes Beobachtungsinstrument, das die Beobachtung und Dokumentation sozialer, kommunikativer und verhaltensbezogener Anzeichen und Symptome einer ASS strukturiert. Frühere Befunde weisen im Vergleich zur Autism Diagnostic Observation Schedule auf eine hohe Klassifikationsgenauigkeit in einer nicht stratifizierten Population von Hochrisikopatienten mit ASS-Verdacht hin. Dieses Protokoll untersucht Sensitivität und Spezifität der AMSE-Werte unter Anwendung der DSM-5-Kriterien für ASS in einer Stichprobe verbal flüssiger Hochrisiko-Erwachsener. Die Ergebnisse zeigen für diese Gruppe eine optimierte Sensitivität von 0,91 und eine Spezifität von 0,93. Aufgrund seines hohen klinischen Nutzens ist das AMSE ein vielversprechendes diagnostisches Instrument zur Unterstützung der klinischen ASS-Diagnose bei Hochrisiko-Erwachsenen.

Kategorien: Autismus-Spektrum-Störungen, Psychologische Tests

Schlagwörter: Autism Mental Status Exam, Mental-Status-Untersuchung, Autismus-Spektrum-Störung, DSM-5, ADOS, Autismusdiagnostik

This publication in English

Nach oben scrollen