Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom im Grundschulalter. Diagnostische Möglichkeiten der Kaufman-Computerized Assessment Battery (K-CAB)
A. Toussaint, F. Petermann (2011)
Monatsschr Kinderheilkd 2011 · 159:1221–1227
Zusammenfassung
Im vorliegenden Beitrag wird die Frage nach den kognitiven und neuropsychologischen Prozessen, die der mit einem Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) einhergehenden Verhaltensproblematik zugrunde liegen, behandelt. Entsprechende Befunde können wichtige Informationen für den diagnostischen Prozess liefern. Um die kognitiven und exekutiven Defizite der ADHS zu erfassen, werden v. a. im englischen Sprachraum Tests angewendet, die auf der PASS-Theorie (PASS: „planning, attention, simultaneous, successive“) basieren. Indem sie dynamische kognitive Prozesse erfasst, zeigt sich die Theorie sensibel bezüglich der spezifischen kognitiven Probleme und exekutiven Defizite von Kindern, die unter einer ADHS leiden. Die auf der PASS-Theorie basierende K-CAB (Kaufman-Computerized Assessment Battery) wird hinsichtlich ihres Informationsgewinns für die Diagnostik von ADHS diskutiert. Dabei konnte schlussfolgernd festgestellt werden, dass sich eine neuropsychologische Testbatterie wie die K-CAB eignet, globale Auffälligkeiten wie verlangsamte Reaktionszeiten oder große Reaktionszeitschwankungen zu erfassen. Aufgrund dieser Parameter dürfen aber keine Rückschlüsse auf spezifische kognitive Fähigkeiten oder Verhaltensweisen gezogen werden.
Kategorien: ADHS bei Kindern, Psychologische Tests
Schlagwörter: Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom, Neuropsychologische Tests, Aufmerksamkeit, PASS-Theorie, Computerbasiertes Testen, K-CAB
