Früh beginnende bipolare Störungen, ADHS oder Störung der Affektregulation?

Y. Grimmer, S. Hohmann, T. Banaschewski & M. Holtmann (2010)

Kindheit und Entwicklung 19(3), 192-201

Zusammenfassung

Die Arbeit gibt einen Überblick über die Hintergründe der Kontroverse und leitet daraus konkrete Schlussfolgerungen für die klinische Praxis ab. Bei der Diagnostik früher bipolarer Störungen ist vorrangig auf das Auftreten von abgrenzbaren Episoden mit eindeutigen Stimmungsänderungen und Veränderungen von Verhalten und Kognition zu achten. Das Mischbild aus ADHS und begleitender affektiver Dysregulation sollte nicht im Sinne einer beginnenden bipolaren Störung interpretiert werden, bedarf aber stärkerer Beachtung, insbesondere bei der Entwicklung geeigneter psycho- und pharmakotherapeutischer Ansätze. Erläutert werden zudem Gemeinsamkeiten und Unterschiede von bipolaren Störungen mit Schizophrenie, Depression, ADHS, Borderline-Persönlichkeitsstörung und Substanzmissbrauch.

Kategorien: Affektive Störungen, Diagnostik, Komorbiditäten

Schlagwörter: Bipolare Störung, Depression, affektive Dysregulation, Manie, Kinder, Jugendliche

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