Selbst- und elternbeurteilte Lebensqualität einer unbehandelten Stichprobe von Kindern mit ADHS: Einfluss von Alter, Geschlecht, ADHS-Typ und komorbiden psychiatrischen Erkrankungen in kategorialer und dimensionaler Betrachtung

G. Dallos, M. Miklosi, A. Kereszteny, S. Vel , D. Szentivanyi, J. Gadoros, J. Balazs (2014)

Journal of Attention Disorders

Zusammenfassung

Ziel: Unser Ziel war es, die Lebensqualität (QoL) unbehandelter Kinder mit ADHS zu untersuchen.

Methode: Daten von 178 Eltern-Kind-Dyaden wurden mittels multipler Regression analysiert, um die Zusammenhänge zwischen Lebensqualität sowie Merkmalen der ADHS und komorbider Psychopathologie zu untersuchen.

Ergebnisse: Eine niedrigere selbstberichtete Lebensqualität war im dimensionalen Ansatz mit weiblichem Geschlecht, höherem Alter und mehr Symptomen von Angst- und traumabezogenen Störungen verbunden, im kategorialen Ansatz mit komorbiden Diagnosen traumabezogener Störungen und einer oppositionellen Trotzstörung (ODD)/Störung des Sozialverhaltens (CD). Eine niedrigere von den Eltern berichtete Lebensqualität stand einerseits mit höherem Alter und einer zunehmenden Anzahl von Symptomen affektiver und Angststörungen und andererseits mit jeglicher Diagnose einer affektiven oder Angststörung sowie ODD/CD in Zusammenhang.

Schlussfolgerung: Unsere Ergebnisse unterstreichen, dass bei der Messung der Lebensqualität von Kindern mit ADHS Alter, Geschlecht sowie sowohl Selbst- als auch Elternberichte berücksichtigt und sowohl dimensionale als auch kategoriale Ansätze eingesetzt werden sollten.

Kategorien: ADHS bei Kindern

Schlagwörter: Lebensqualität, QoL, ADHS, kategorialer Klassifikationsansatz, dimensionaler Klassifikationsansatz, Selbstbericht, Elternbericht

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