Emotionen

Emotionsregulationsdefizite im Kindesalter

Emotionsregulation. Die Fähigkeit zur Regulation von Emotionen stellt eine wichtige Entwicklungsaufgabe dar. Sie wird durch verschiedene Faktoren, wie die neurologische Entwicklung, das kindliche Temperament und das Erziehungsverhalten der Eltern maßgeblich beeinflusst.

Emotionsregulationsdefizite. Die aktuelle Forschung zeigt, dass Defizite der Emotionsregulation (d. h. der gehäufte Einsatz dysfunktionaler sowie die mangelhafte Anwendung funktionaler Regulationsstrategien) mit psychosozialen Beeinträchtigungen in Zusammenhang stehen. Zudem konnte eine grundlegende Beziehung von Emotionsregulationsdefiziten mit externalisierenden sowie internalisierenden Störungen des Kindesalters nachgewiesen werden.

Therapie. Mit dem Fokus auf Emotionsregulation in gezielten Behandlungsansätzen können diese viel versprechende Effekte erzielen. Eine Aufgabe für die zukünftige Forschung besteht darin, der spezifischen Funktion von Emotionsregulation für die Psychopathologie im Kindesalter weiter nachzugehen und diese Fähigkeit in die Therapie zu integrieren.

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Langzeitergebnisse einer Funktionellen-Magnetresonanztomographie-Studie: Einfluss der psychodynamischen Psychotherapie auf die Hirnaktivierung von Panikpatienten

In einer kontrollierten Funktionellen-Magnetresonanztomographie(fMRT)-Studie wurde der Einfluss psychodynamischer Kurzzeitpsychotherapie auf die Hirnaktivierung von Patienten mit einer Panikstörung untersucht. In einem „Go-nogo“-Paradigma wurden Verhaltensmaße und zerebrale Aktivierung von 9 Panikpatienten auf affektive Wortreize mit bedrohlichen, neutralen und positiven Inhalten vor sowie nach Therapie bestimmt. Es wurden 18 gesunde Kontrollpersonen in vergleichbarem Abstand untersucht. In einer zusätzlichen Langzeitkatamnese ca. 3 Jahre nach Abschluss der Therapie wurde der Einfluss der Hirnaktivierung vor und nach Therapie auf den Langzeitverlauf von panikbezogenen Ängsten und Körpersensationen bestimmt. Entsprechend den aufgestellten Hypothesen war zu Behandlungsbeginn eine vermehrte limbische Aktivierung (Amygdala, Hippocampus) von einer verminderten präfrontalen Aktivierung auf negative Wörter hin begleitet. Bei Therapieende hatte sich die Paniksymptomatik deutlich gebessert und die frontolimbische Dysfunktion normalisiert. Verminderte Aktivierung des limbischen Systems unter der Therapie sagte auch günstigere Langzeitergebnisse vorher. Die Studie zeigt ähnlich früheren Befunden zur kognitiven Verhaltenstherapie, dass psychodynamische Kurzzeitpsychotherapie Veränderungen in frontolimbischen Netzwerken bewirkt.

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Ärgerlich!? Neuronale Korrelate der Verhaltenshemmung auf emotionale Signale. Sozial-emotionale Probleme bei der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

Psychotherapeutische Interventionen bei der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zielen primär auf die 3 Hauptsymptomgruppen der Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität, die für dieses Störungsbild charakteristisch sind. Auffällig sind jedoch auch Schwierigkeiten im sozial-emotionalen Bereich. Konflikte mit Eltern und Partnern, Zurückweisungen durch Gleichaltrige und wenige Freundschaften werden von den Betroffenen im Alltag häufig als sehr belastend erlebt. Neurowissenschaftliche Studien weisen auf ein Defizit im Erkennen von Emotionen des Gegenübers, das bei Kindern und auch bei Erwachsenen mit ADHS insbesondere bei Ärger stark ausgeprägt ist. Darüber hinaus können die Patienten mimische Ärgersignale anderer Personen weniger gut nutzen, um eigenes Verhalten zu regulieren bzw. zu hemmen. Neue Therapiebausteine sind gefordert, um diese Defizite gezielt zu behandeln. Diskutiert werden Möglichkeiten, wie neurowissenschaftliche Methoden dazu beitragen können, effizientere therapeutische Interventionen zu entwickeln.

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