Schematherapie in Gruppen für Patienten mit Borderline-Persönlichkeitsstörung
N. Reiß et al. (2011)
Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie 59(3), 187-194
Zusammenfassung
In der Gruppenschematherapie (GST) wird das schematherapeutische Modus-Modell auf psychotherapeutische Settings im Gruppenformat übertragen. Kernelemente der Schematherapie, wie begrenzte elterliche Fürsorge und die Integration kognitiver, emotionaler und behavioraler Interventionsstrategien, bleiben im GST-Modell erhalten. Um die Mitarbeit aller Patienten im Gruppensetting gewährleisten zu können, wird der Einsatz eines Co-Therapeuten-Team empfohlen. Eine empirische Überprüfung der Wirksamkeit des GST-Modells liegt bisher nur für die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) vor. Weitere Studien müssen zeigen, ob das GST-Modell auch auf andere Patientengruppen oder Gruppen mit gemischten psychiatrischen Diagnosen übertragbar ist.
Kategorien: Persönlichkeitsstörungen
