Jugendliche

Wissens- und Einstellungsänderungen zu Depression im Jugendalter

Es bestehen nach wie vor Wissenslücken und Stigmata bei Jugendlichen bezüglich Depression und Suizidalität. Erste internationale Initiativen für Jugendliche zeigen, dass bereits niederschwellige Maßnahmen zu einer signifikanten Wissenszunahme und Einstellungsänderung führen können. Evaluationsstudien zu depressionsspezifischen Aufklärungsmaterialien im Jugendalter fehlen jedoch bislang. Um diese Lücke zu schließen, wurde eine Aufklärungsbroschüre zu Depression für Jugendliche mit dem Ziel entwickelt, spezifisches Wissen zu vermitteln und Vorurteile abzubauen. An einer Stichprobe von 156 Schülern der neunten Jahrgangsstufe wurde die Broschüre in einer Prä-Post-Erhebung evaluiert. Nach Korrektur für multiples Testen zeigten sich für 32 der 50 Fragebogenitems signifikante Veränderungen bezüglich Wissen und Einstellungen. Besonders deutliche Effekte wurden in den Kategorien „Symptome“ und „Antidepressiva“ erreicht. Die größten Verbesserungen wiesen Gymnasiasten auf, gefolgt von Real- und Hauptschülern. Die Akzeptanz der Aufklärungsbroschüre wurde anhand der Kategorien „Gestaltung“, „Inhalt“ und „Nutzen“ erfasst. Die Jugendlichen beurteilten die Broschüre in allen Kategorien positiv und vergaben als Gesamtbewertung die Schulnote „gut“.

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Klinische Praxisleitlinie zur Diagnose, Beurteilung und Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung bei Kindern und Jugendlichen

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist die häufigste neurobehaviorale Störung des Kindesalters und kann schulische Leistungen, Wohlbefinden und soziale Interaktionen von Kindern tiefgreifend beeinträchtigen. Die American Academy of Pediatrics veröffentlichte erstmals im Jahr 2000 klinische Empfehlungen zur Diagnose und Beurteilung von ADHS bei Kindern; Empfehlungen zur Behandlung folgten 2001.

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Früh beginnende bipolare Störungen, ADHS oder Störung der Affektregulation?

Die Arbeit gibt einen Überblick über die Hintergründe der Kontroverse und leitet daraus konkrete Schlussfolgerungen für die klinische Praxis ab. Bei der Diagnostik früher bipolarer Störungen ist vorrangig auf das Auftreten von abgrenzbaren Episoden mit eindeutigen Stimmungsänderungen und Veränderungen von Verhalten und Kognition zu achten. Das Mischbild aus ADHS und begleitender affektiver Dysregulation sollte nicht im Sinne einer beginnenden bipolaren Störung interpretiert werden, bedarf aber stärkerer Beachtung, insbesondere bei der Entwicklung geeigneter psycho- und pharmakotherapeutischer Ansätze. Erläutert werden zudem Gemeinsamkeiten und Unterschiede von bipolaren Störungen mit Schizophrenie, Depression, ADHS, Borderline-Persönlichkeitsstörung und Substanzmissbrauch.

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