ADHS

Prävalenz und Korrelate von ADHS im Erwachsenenalter in den Vereinigten Staaten: Ergebnisse der National Comorbidity Survey Replication

Ziel: Trotz zunehmenden Interesses an der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter ist über ihre Prävalenz und Korrelate wenig bekannt.

Methode: Ein Screening auf ADHS im Erwachsenenalter wurde in eine probabilistische Teilstichprobe (N = 3199) von 18- bis 44-jährigen Befragten der National Comorbidity Survey Replication aufgenommen, einer national repräsentativen Haushaltsbefragung, bei der mithilfe eines von geschulten Laien durchgeführten diagnostischen Interviews ein breites Spektrum von DSM-IV-Störungen erfasst wurde. Bei 154 Befragten wurden verblindete klinische Nachuntersuchungsinterviews zur ADHS im Erwachsenenalter durchgeführt, wobei Personen mit positivem Screening überrepräsentiert waren. Mittels multipler Imputation wurden Prävalenz und Korrelate der klinisch beurteilten ADHS im Erwachsenenalter geschätzt.

Ergebnisse: Die geschätzte Prävalenz einer aktuellen ADHS im Erwachsenenalter betrug 4,4 %. Signifikante Korrelate waren männliches Geschlecht, frühere Ehe, Arbeitslosigkeit und nicht-hispanisch weiße ethnische Zugehörigkeit. ADHS im Erwachsenenalter war stark komorbid mit vielen anderen in der Befragung erfassten DSM-IV-Störungen und mit erheblichen Beeinträchtigungen der Rollenfunktion verbunden. Die Mehrzahl der Fälle war unbehandelt, obwohl viele Personen wegen anderer komorbider psychischer und substanzbezogener Störungen behandelt worden waren.

Schlussfolgerungen: Es sind Anstrengungen erforderlich, um Erkennung und Behandlung von ADHS im Erwachsenenalter zu verbessern. Forschung sollte klären, ob eine wirksame Behandlung das Auftreten, Fortbestehen und die Schwere gemeinsam mit ADHS im Erwachsenenalter auftretender Störungen verringert.

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Prävalenz hyperkinetischer Symptome und Störungen im Vorschulalter – ein Vergleich zweier Diagnoseinstrumente

Fragestellung: Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit ist die Klärung der Frage, wie hoch die Prävalenzraten von Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) bzw. hyperkinetischer Symptome bei drei- bis sechsjährigen Kindergartenkindern sind. Dabei wird ein Vergleich der Prävalenzraten mittels zweier unterschiedlicher Messinstrumente vorgenommen sowie deren Gütekriterien und Übereinstimmungsraten berichtet.

Methodik: Untersucht wurden im Rahmen des Forschungsprojekts «Zukunft Familie» N = 280 Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren mit dem Elternfragebogen über das Verhalten von Klein- und Vorschulkindern (CBCL 11/2–5; Achenbach & Rescorla, 2000) und dem für diese Altersgruppe leicht modifizierten Fremdbeurteilungsbogen für Hyperkinetische Störungen (FBB-HKS; Döpfner & Lehmkuhl, 1998).

Ergebnisse: Die Gesamtprävalenzraten für hyperkinetische Störungen bei Kindergartenkindern liegen zwischen 2.7% und 9.9%, wobei am häufigsten eine Diagnose überwiegend hyperaktiv-impulsiver Typ vergeben wurde. Es zeigten sich keine signifikanten Geschlechtsunterschiede. Nur jedes vierte Kind mit einer DSM-IV-Diagnose im FBB-HKS bekommt diese auch in der CBCL zugewiesen.

Schlussfolgerungen: Für den deutschen Sprachraum liefert die Studie erste Erkenntnisse und Entscheidungshilfen zum Einsatz neuer Verfahren in der Diagnostik von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen und hyperkinetischer Auffälligkeiten im Vorschulalter. Abschließend werden die Ergebnisse und deren Implikationen vor allem für die epidemiologische Forschung und Prävention hyperkinetischer Verhaltensauffälligkeiten diskutiert.

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Neurofeedbacktherapie bei Kindern mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung: Stabilität der kortikalen Selbstregulation und des Therapieerfolgs

Ziel dieser Arbeit war die Überprüfung der Stabilität von Effekten eines Neurofeedback-Trainings als neuer Therapieoption in der Behandlung von ADHS. Hierzu wurden zwei verschiedene Neurofeedbackverfahren untersucht. Den Kindern der einen Gruppe wurde der Quotient der Frequenzbänder Theta und Beta (QT), den Kindern der anderen Gruppe die langsamen kortikalen Potenziale (LP) rückgemeldet. Beide Verfahren beruhen auf der Annahme, dass bei Patienten mit ADHS die zentralnervöse Aktivierungsregulation beeinträchtigt ist.

Insgesamt nahmen 46 Kinder mit der Diagnose ADHS im Alter von 7 bis 13 Jahren an der Studie teil. Das Training bestand aus drei Trainingsphasen mit jeweils zehn Trainingssitzungen und einer Follow-up-Untersuchung 6 Monate nach Abschluss des Trainings mit 3 Sitzungen. Unmittelbar vor Beginn und nach Beendigung des gesamten Trainings, sowie bei der Follow-up-Untersuchung wurden ein Intelligenztest und ein Aufmerksamkeitstest durchgeführt, sowie mit Fragebögen die ADHS-Symptomatik erfasst. In die Auswertung der EEG-Daten gingen die Kinder mit ein, die bis zum Ende der Follow-up-Untersuchung an der Studie teilgenommen hatten und zwischenzeitlich mit keiner anderen Therapie begonnen hatten. Dies waren 18 Kinder der LP-Gruppe und 14 Kinder der QT-Gruppe.

Um die beiden Gruppen bezüglich der Stabilität der klinischen Veränderungen zu vergleichen, gingen in diese Auswertung nur die Daten derjenigen Kinder ein, die einen bezüglich Alter, Geschlecht, Diagnose, Medikation und IQ vergleichbaren Partner in der anderen Gruppe hatten. Dies waren jeweils 13 Kinder.

Die Auswertung der EEG-Daten ergab folgendes Bild: Beide Gruppen konnten am Ende des Trainings signifikant besser zwischen den Aktivierungs- und Deaktivierungsaufgaben unterscheiden als zu Beginn. Sowohl die kortikale Selbstregulation der LP, als auch die kortikale Selbstregulation des QT erwiesen sich in der Follow-up-Untersuchung als stabil, wobei eine zusätzliche Behandlung mit Stimulanzien nur einen tendenziellen Einfluss auf die Stabilität hatte. Auch die klinischen Effekte erwiesen sich bei der Follow-up-Untersuchung als stabil, mit Ausnahme der Veränderung der Anzahl an erfüllten DSM-IV-Kriterien für Unaufmerksamkeit in der LP-Gruppe.

Erstmals konnte also gezeigt werden, dass Kinder mit ADHS eine über Monate stabile Selbstkontrolle der LP und des QT erlernen können. Dies ging mit stabilen Verbesserungen des Verhaltens und kognitiver Parameter einher, was die Ergebnisse anderer Studien (Othmer et al. (1991), Monastra (2002)) bestätigt. Damit scheint Neurofeedback in Bezug auf die langfristige Wirksamkeit sowohl der Stimulanzienbehandlung, als auch der verhaltenstherapeutischen Behandlung überlegen. Vermutlich müssen die erlernten Strategien zur kortikalen Selbstregulation nicht explizit angewendet werden, sondern sind bereits automatisiert und stehen bei Bedarf zur Verfügung.

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Neurofeedbacktherapie bei Kindern mit ADHS: Prädiktoren für den Erwerb kortikaler Selbstkontrolle und die klinische Verbesserung

Die vorliegende Arbeit wurde im Rahmen einer umfassenden Studie „Neurofeedbacktherapie bei Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)“ durchgeführt. Ziel des Projektes war, eine psychophysiologische Behandlungsmethode (Selbstregulation langsamer Potenziale bzw. des Theta/Beta-Quotienten) bei Kindern mit ADHS zu entwickeln. In bislang erfolgten Auswertungen der Studie konnte gezeigt werden, dass Kinder mit ADHS von beiden Feedbackverfahren profitieren. Da jedoch nicht jedes Kind gleich gut auf sie anspricht und der zeitliche und finanzielle Aufwand einer solchen Behandlung hoch ist, ist die Bestimmung von Prädiktoren für den Therapieerfolg von großer Bedeutung. Ziel der vorliegenden Arbeit lag demnach darin, Prädiktoren einerseits für das Erlernen der kortikalen Selbstkontrolle und andererseits für den klinischen Erfolg einer Feedbacktherapie der langsamen Potenziale und des Theta/Beta-Quotienten bei ADHS-Kindern zu ermitteln. 46 Kinder mit ADHS gemäß DSM-IV im Alter von 8 bis 13 Jahren nahmen an der Studie teil, von denen 25 die Selbstregulation ihrer langsamen Potenziale erlernen, während 21 ihren Theta/Beta-Quotienten beeinflussen sollten. Das Training bestand aus drei Phasen, mit jeweils 10 Sitzungen. Vor dem Training erhobene demographische, krankheitsspezifische, kognitive Maße, sowie Erziehungsmerkmale dienten neben der Diagnostik auch als potenzielle Prädiktorvariablen. Sowohl direkt nach der Therapie (Post 1), als auch ein halbes Jahr nach Beendigung des Trainings (Post 2) wurden erneut Fragebögen ausgegeben und Tests durchgeführt, um den Therapieerfolg und seine Stabilität zu beurteilen. In der Theta/Beta-Gruppe erwiesen sich körperliches und psychisches Wohlfühlen und eine geringere Ausprägung der Störung fördernd für die Verbesserung des Verhaltens zuhause. Gute Leistungen im Intelligenztest (HAWIK III) sprachen sowohl für die klinische Verbesserung, als auch für den Erwerb der Selbstkontrolle über den Theta/Beta-Quotienten. Was die LP-Gruppe betrifft, so war eine gute Anfangsleistung in der Negativierung der langsamen Potenziale, und eine gering ausgeprägte Symptomatik, sowie das männliche Geschlecht fördernd für den Erwerb kortikaler Selbstregulation. Für die klinische Verbesserung erwies sich, die Fähigkeit ohne Rückmeldung zu negativieren (Transfer) als stärkster Prädiktor, was für die Spezifität des Neurofeedbacktrainings spricht. Mit der vorliegenden Pilotstudie wurde Neuland betreten. Erstmals wurde versucht für zwei verschiedene Neurofeedbackverfahren Prädiktoren zu finden. Die hier ermittelten Ergebnisse sind eine Grundlage dafür, dass in weiteren Studien an einer grösseren Probandenzahl hypothesengeleitet Prädiktoren für eine erfolgreiche Neurofeedbacktherapie bei ADHS-Kindern ermittelt werden können.

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Hemmung automatischer Reaktionen durch Vorsätze bei ADHS-Kindern

In zahlreichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass Vorsätze („wenn-dann“-Pläne) ein wirksames Instrument zur Selbstregulation und Handlungskontrolle sind und dass sie dadurch die Zielerreichung erleichtern (Gollwitzer, 1999). Dies konnte sowohl in Studien mit gesunden Versuchsteilnehmern (z.B. Studenten) als auch in klinischen Stichproben (z.B. Frontalhirn- und Schizophreniepatienten) belegt werden. Kinder mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zeigen Beeinträchtigungen in der Handlungskontrolle und Defizite im Bereich der exekutiven Funktionen. Ziel der vorliegenden Studie war es zu überprüfen, ob Vorsätze Kindern mit ADHS helfen können, ihre Leistung in einer Aufgabe zur Verhaltenshemmung zu verbessern. Die Verhaltensinhibition stellt einen Teilbereich der exekutiven Funktionen dar und kann mit der Stroop-Task (Stroop, 1935) gemessen werden. An der Studie nahmen insgesamt 63 Kinder im Alter vor 7 bis 10 Jahren teil. 31 Kinder hatten eine ADHS-Diagnose, bei den anderen 32 Kindern handelte es sich um Kinder der Kontrollgruppe. Die Kinder wurden nach einem Randomisierungsplan einer von drei Versuchsbedingungen zugeordnet: einer Zielintentionsbedingung, einer Aufgabenfortführenden oder einer Versuchungshemmenden Vorsatzbedingung. Damit die häufig komorbid auftretenden Lese-Rechtschreibschwächen bei Kindern mit ADHS nicht mit den reinen Leistungen konfundierten, wurde in diesem Experiment nicht die klassische Stroop-Aufgabe, sondern eine Abwandlung dieser, die Number-Stroop Task (Flowers, Warner & Polansky, 1979) verwendet. Alle Kinder bearbeiten die Number-Stroop Task am Computer. Zusätzlich wurde eine Extrastimulation in Form eines neongrünen Bildschirms dargeboten. Die Reaktionszeiten und die Fehleranzahl wurden als abhängige Variablen erfasst. In der aktuellen Untersuchung konnten keine Leistungsunterschiede zwischen den Kindern der ADHS- und der Kontrollgruppe festgestellt werden. Weiterhin schienen die Kinder beider Versuchsgruppen am ehesten vom Versuchungshemmenden Vorsatz zu profitieren. Die Leistung der Kinder war nicht abhängig vom Alter. Außerdem zeigte sich, dass die Kinder beider Versuchsgruppen nicht von der Farbstimulation an sich, sondern eher vom Farbwechsel innerhalb eines Aufgabenblocks profitierten. Eine mögliche Erklärung für die berichteten Ergebnisse könnte sein, dass die Aufgabe für die Kinder mit ADHS keine Schwierigkeit darstellte und die zusätzliche Vorsatzformulierung deshalb zu keiner eindeutigen Leistungssteigerung geführt hat.

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Erwachsene mit ADHS – Ein Überblick

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine häufige, genetisch übertragene neurologische Störung mit Beginn in der Kindheit, die wahrscheinlich durch eine verminderte dopaminerge Gehirnfunktion vermittelt wird. Der Erstautor gehörte zu den ersten, die das Fortbestehen der Symptome bis ins Erwachsenenalter beschrieben. Daten zu Prävalenz und natürlichem Verlauf legen nahe, dass von den 3 bis 10 % der Kinder mit diagnostizierter ADHS ein bis zwei Drittel (etwa 1 bis 6 % der Allgemeinbevölkerung) bis ins Erwachsenenalter relevante ADHS-Symptome zeigen. Dieser Beitrag beschreibt, wie ADHS bei Erwachsenen trotz Ähnlichkeit mit oder gleichzeitigem Auftreten anderer psychiatrischer Störungen zuverlässig diagnostiziert und behandelt werden kann. Die Wender-Utah-Diagnosekriterien berücksichtigen die Merkmale der Störung im Erwachsenenalter. Fremd- und Patienteninterviews sowie Bewertungsskalen werden verwendet, um den psychiatrischen Status des Patienten in der Kindheit zu bestimmen, rückblickend eine ADHS-Diagnose für die Kindheit zu stellen und die aktuelle Diagnose im Erwachsenenalter festzulegen. Eine strenge Diagnostik ist entscheidend für die Bestimmung einer wirksamen Behandlung. Dopaminagonistische Stimulanzien scheinen bei der Behandlung der ADHS am wirksamsten zu sein. Etwa 60 % der Patienten unter Stimulanzienmedikation zeigten eine mäßige bis deutliche Verbesserung, verglichen mit 10 % unter Placebo. Für die Kernsymptome Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit, Stimmungslabilität, Temperament, Desorganisation, Stressempfindlichkeit und Impulsivität wurde ein Ansprechen auf die Behandlung mit Stimulanzien gezeigt. Nicht-dopaminerge Medikamente wie trizyklische Antidepressiva und SSRIs waren bei Erwachsenen mit ADHS ohne Depression oder Dysthymie im Allgemeinen nicht nützlich. Pemolin ist für diese Patienten nicht mehr zugelassen, trotz früher positiver Berichte. Die angemessene Behandlung erwachsener Patienten mit ADHS ist multimodal. Psychoedukation, Beratung, unterstützende problemorientierte Therapie, Verhaltensinterventionen, Coaching, kognitive Remediation sowie Paar- und Familientherapie sind nützliche Ergänzungen zur medikamentösen Behandlung. Eine begleitende unterstützende psychosoziale Behandlung oder Polypharmazie kann bei Erwachsenen mit komorbider ADHS sinnvoll sein.

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Entwicklung und Erfahrungen mit einem computergestützten ADS-Mediatoren-Training für Lehrer

In die Diagnostik und Behandlung von Kindern mit Aufmerksamkeitsstörungen mit/ohne Hyperaktivität (ADS) sind Lehrer unbedingt mit einzubeziehen. In ihrer Ausbildung wird dies bisher jedoch kaum berücksichtigt. Im Rahmen eines umfassenden Projektes wurde daher neben einem Verhaltenstraining ein computergestütztes ADS-Fortbildungsprogramm für Lehrer entwickelt. Im Beitrag werden Aufbau, Inhalte und Ziele der CD-ROM vorgestellt. In vier Hauptkapiteln, “Symptomatik und Begleitprobleme“, “Entstehung, Entwicklung und Diagnostik“, “ADS in der Schule“ und “Intervention, Behandlung und außerschulische Hilfen“, erhalten Benutzer Informationen, Material und Behandlungsanleitungen, die über Text, Bild und Ton veranschaulicht werden. Eine Evaluation des Trainings ist gestartet, erste Erfahrungen zum Einsatz werden beschrieben.

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Atomoxetinbehandlung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS – Klinische Fragen und Antworten

Es wurde eine systematische Literaturanalyse der publizierten klinischen Studien sowie der Posterbeiträge über Atomoxetin durchgeführt, um so detailliert zur Pharmakologie, Wirksamkeit, Verträglichkeit, Wirkdauer, Einsetzbarkeit bei komorbiden Störungen, zum Vergleich von Atomoxetin mit Methylphenidat, zu unerwünschten (Langzeit)Effekten und zur Langzeitwirkung Stellung nehmen zu können. Atomoxetin ist ein selektiver Noradrenalinwiederaufnahmehemmer und als erste Substanz, die nicht zur Gruppe der Stimulanzien gehört, für die Behandlung von ADHS bei Kindern und Jugendlichen zugelassen. Die Wirksamkeit ist in klinischen Studien an über 4000 Patienten erprobt worden. Atomoxetin erwies sich im Hinblick auf die Reduktion von Impulsivität, Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörung als überlegen im Vergleich zu Plazebo. Es gibt Hinweise auf eine ähnlich gute oder etwas geringere Wirksamkeit im Vergleich zu Methylphenidat. Im Regelfall wurde Atomoxetin gut vertragen. Die am häufigsten angegebenen Nebenwirkungen sind Verminderung des Appetits, Abdominalbeschwerden, Müdigkeit und Schwindel. Diese wurden als mild eingestuft und traten meist zu Therapiebeginn auf. Die vorliegenden Studienergebnisse zeigen, dass Atomoxetin eine viel versprechende Substanz zur Behandlung von ADHS bei Kindern und Jugendlichen ist.

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„Neglekt“ bei der Aufmerksamkeitsdefizit-und-Hyperaktivitäts-Störung

Er sei ein Aufmerksamkeitsdefizit-und-Hyperaktivitäts-Störung-(ADHS-)Kind. Er könne sich auf nichts richtig einlassen und könne auch nicht richtig spielen. Zu hause gebe es große Machtkämpfe mit viel Gebrüll. Er habe keine Freunde, sitze meistens allein am Computer, sonst habe er keine Interessen. Er leide unter Schlafstörungen, schlafe nur mit Licht, komme oft ins Bett der Eltern; hier mache er richtig „Ramba Zamba“. Was ist mit diesem Kind? Ist es nur unerzogen? Hat es Angst – in der Schule und allein? Leidet es unter der Trennung? Oder liegt vielleicht ein genetisches Entwicklungsproblem vor? Es wird dem eigentümlichen „Neglekt“ nachgegangen, der sich mit der Diagnose eines ADHS verbindet. Einseitige Betrachtungsweisen haben implizit mit diesem Störungsbild zu tun, das einlädt, die vorliegende Entwicklungsstörung in ihrer psychischen kognitiven und körperlichen Komplexität zu vernachlässigen. Bei kritischer Betrachtung biomedizinischer und psychodynamischer Modelle wird deutlich, dass es weiter führende Konzepte und Forschungsergebnisse gibt, die nicht nur die Problematik des Störungsbildes erhellen, sondern hilfreich für die Therapie dieser Kinder sind. Auf die Besonderheiten einer psychodynamischen Entwicklungstherapie wird ausführlicher eingegangen.

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Wirksamkeit von Atomoxetin bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit ADHS

Der Artikel gibt eine Übersicht über Pharmakologie, Wirkung, Wirkdauer, Verträglichkeit und Nebenwirkungen von Atomoxetin bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Eine systematische Literaturanalyse der publizierten klinischen Studien sowie der Posterbeiträge über Atomoxetin wurde durchgeführt. Atomoxetin ist ein selektiver Noradrenalinwiederaufnahmehemmer und ist als erstes Nichtstimulans für die Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS) bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in den USA zugelassen. Die Wirksamkeit ist in klinischen Studien an über 4000 Patienten erprobt worden. Atomoxetin erwies sich im Hinblick auf die Reduktion von Impulsivität, Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörung als überlegen im Vergleich zu Plazebo. Es gibt Hinweise auf eine ähnlich gute Wirksamkeit wie Methylphenidat. Im Regelfall wurde Atomoxetin gut vertragen. Die am häufigsten angegebenen Nebenwirkungen sind Verminderung des Appetits, Abdominalbeschwerden, Müdigkeit und Schwindel. Diese Nebenwirkungen wurden als mild eingestuft und traten meist zu Therapiebeginn auf. Die vorliegenden Studienergebnisse zeigen, dass Atomoxetin eine viel versprechende Substanz zur Behandlung von ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist.

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