ADHS

Mütterliches Rauchen in der Schwangerschaft – Risikofaktor für eine ADHS des Kindes

Fragestellung. Der Zusammenhang des mütterlichen Rauchens in der Schwangerschaft mit Verhaltensproblemen des Kindes soll auf seine Spezifität überprüft werden.

Methode. In einer prospektiven Längsschnittstudie an einer Geburtskohorte von 362 Risikokindern wurden der elterliche Tabakkonsum, Kennwerte der kognitiven und sozial-emotionalen Entwicklung des Kindes sowie Merkmale der familiären Umwelt erhoben.

Ergebnisse. Etwa ein Viertel der Mütter berichtete über einen regelmäßigen Tabakkonsum in der Schwangerschaft. Kinder dieser Gruppe zeigten eine deutlich erhöhte ADHS-Rate. Dieser Zusammenhang blieb auch nach Kontrolle kovariierender Faktoren bestehen.

Schlussfolgerungen. Rauchen in der Schwangerschaft kann als unabhängiger Risikofaktor für eine ADHS des Kindes angesehen werden.

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Kunsttherapie bei ADS

Die Studie untersucht eine heilpädagogische Form der Kunsttherapie in Kombination mit Atem- und Konzentrationsübungen bzgl. ihrer Effizienz bei ADS. Hierzu wurde erstmals eine Gruppe von SchülerInnen zweier Sonderschulen für Erziehungshilfe mit dem Störungsbild ADS und SSV kunsttherapeutisch behandelt und prä, post sowie follow-up getestet.

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Instrumente zur Diagnostik der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter. Selbstbeurteilungsskala (ADHS-SB) und Diagnosecheckliste (ADHS-DC)

Es wird über die Entwicklung einer Selbstbeurteilungsskala (ADHS-SB) und einer diagnostischen Checkliste (ADHS-DC) zur Diagnose einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Erwachsenen nach ICD 10 und DSM IV berichtet. Die 18 diagnostischen Kriterien beider Systeme wurden für den Einsatz im Erwachsenenalter modifiziert. Ferner wurde eine Graduierung der Symptome auf einer Skala eingeführt, die von 0–3 reicht. Damit wurden nicht nur ein diagnostischer Einsatz, sondern auch eine Verwendung in der Verlaufsbeobachtung und bei therapeutischen Interventionen möglich. Die ADHS-SB wurde einem ausführlichen Programm zur Überprüfung ihrer psychometrischen Eigenschaften unterzogen. Dabei konnte eine gute Übereinstimmung der ADHS-SB mit der ADHS-DC bei der Bewertung der Einzelsymptome und auf der Ebene der Syndromscores erzielt werden. Die Retestreliabilität, innere Konsistenz, divergente und konvergente Validität der ADHS-SB sind durchweg als günstig zu bezeichnen. Ein relativ enger Bezug war zur Wender-Utah- Rating-Scale (WURS-K) erkennbar, die retrospektiv ADHS-Symptome aus der Kindheit erfasst.

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EEG – Feedback für Kinder mit einer Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Die Therapie von Kindern mit einer Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) mithilfe von EEG-Feedback knüpft an die Annahme einer Beeinträchtigung der zentralnervösen Aktivierungsregulation an. Neben dem bislang praktizierten Feedback zur Veränderung bestimmter EEG-Frequenzen (meistens in den Frequenzbändern von Theta und Beta) wird erstmals in einem einfach-blinden Design eine zweite Methode eingesetzt: das Feedback der langsamen kortikalen Potenziale (LP). Eine erste Auswertung für 19 Kinder, die ein solches LP-Training absolviert haben, sowie für 8 Kinder im Theta-Beta-Feedback, zeigt ein halbes Jahr nach Ende des Trainings für beide Gruppen signifikante Veränderungen im Verhalten, der Aufmerksamkeit sowie in der Ausprägung des Intelligenzquotienten. Der Erwerb von Selbstkontrolle der jeweiligen EEG-Parameter, gemessen als Trefferquote, verläuft hingegen unterschiedlich. Während die LP-Gruppe eine stetige Verbesserung im Verlauf zeigt, ist die Theta-Beta-Gruppe schon in der ersten von drei Trainingsphasen erfolgreich, ohne sich jedoch weiter zu steigern.

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Der Zusammenhang zwischen motorischer Koordination, exekutiven Funktionen und Aufmerksamkeit bei Kindern im Schulalter

Angesichts der hohen Komorbidität von Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und Entwicklungsstörung der motorischen Koordination (DCD) könnten Defizite exekutiver Funktionen (EF), die bei Kindern mit ADHS nachgewiesen wurden, auch an den motorischen Koordinationsdefiziten von Kindern mit DCD beteiligt sein. Ziel dieser Studie war es, den Zusammenhang zwischen EF und motorischen Fähigkeiten zu untersuchen. Für das Projekt wurde eine Stichprobe von 238 Kindern, 121 Mädchen und 117 Jungen, im Alter zwischen 6 und 15 Jahren rekrutiert. Die motorischen Fähigkeiten wurden mit dem McCarron Assessment of Neuromuscular Development (MAND), das Ausmaß der Unaufmerksamkeit mit der Child Behavior Checklist (CBCL) erfasst; der verbale IQ (VIQ) wurde anhand von Untertests des WISC-III geschätzt. Eine Reaktionszeitaufgabe und drei EF-Aufgaben zur Messung von Reaktionshemmung, Arbeitsgedächtnis sowie der Fähigkeit, zielgerichtete Aufgaben zu planen und auf sie zu reagieren, wurden durchgeführt. Es zeigte sich, dass motorische Fähigkeiten einen signifikanten Varianzanteil bei Aufgaben zur Messung der Ausführungsgeschwindigkeit erklärten, während Unaufmerksamkeit offenbar die Variabilität der Leistung beeinflusste. Trotz früherer Befunde, die schlechte motorische Fähigkeiten mit Unaufmerksamkeit in Verbindung bringen, gab es nur geringe Überschneidungen zwischen den Prozessen, die bei Kindern mit motorischen Koordinations- beziehungsweise Aufmerksamkeitsproblemen beeinträchtigt sind.

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Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit Hyperaktivität

In den letzten acht Jahren wurden neun Beiträge zum Thema Musiktherapie und Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit Hyperaktivität veröffentlicht. Die musiktherapeutischen Behandlungsansätze basieren in der Regel auf subjektiven Therapiekonzepten und Überlegungen. Obwohl erfahrungsgemäß viele ADHS-Patienten eine Musiktherapie besuchen, gibt es bisher wenige Wirksamkeitsnachweise.

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Zur Psychotherapie der Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Erwachsenen

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) hält häufig bis in das Erwachsenenalter an und zeichnet sich durch eine hohe Komorbidität z.B. mit Sucht, Depression, Angst und Persönlichkeitsstörungen aus. Bisher standen bei Erwachsenen die neurobiologischen Grundlagen und die medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten im Vordergrund der Forschungsbemühungen, und es gab keine Untersuchungen zur Wirksamkeit von psychotherapeutischen Verfahren bei Erwachsenen mit ADHS. Nun wurden erste Studien zu den Effekten einer störungsspezifischen verhaltenstherapeutischen Behandlung veröffentlicht. Nach einem Überblick über den Forschungsstand zu ADHS bei Erwachsenen werden mögliche Inhalte einer spezifischen strukturierten Verhaltenstherapie bei ADHS im Erwachsenenalter vorgestellt und deren Übertragbarkeit in den klinischen Alltag diskutiert.

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Unterrichten von Kindern mit Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen

Die Arbeit beginnt mit einer detaillierten Analyse der psychischen Störung ADHD, betrachtet im weiteren Verlauf die schulische Situation von Kindern mit ADHS, bevor beschrieben wird, wie adäquater Unterricht mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern gestaltet werden kann und untersucht anschließend, wie nordrhein-westfälische Grundschullehrer das „Unterrichten von Kindern mit Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen“ beschreiben.

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Reliabilität und Validität der Wender-Utah-Rating-Scale-Kurzform. Retrospektive Erfassung von Symptomen aus dem Spektrum der Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung

Die Diagnosestellung einer Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) beim Erwachsenen erfordert in der Regel auch die retrospektive Erfassung kindlicher Krankheitssymptome. Die Wender-Utah-Rating-Scale (WURS) ist eine hierfür entwickelte Selbstbeurteilungsskala, die für den deutschen Sprachraum in einer Kurzversion (WURS-k) vorliegt. Die durchgeführte ROC-Analyse ergab bei einem Cut-off-Wert von 30 Punkten eine Sensitivität von 85% und eine Spezifität von 76%. Alle 7 an einer ADHS-Population extrahierten Faktoren der WURS-k (Emotionalität, Impulsivität, Unreife Persönlichkeitseigenschaften und Verhaltensweisen, Protestverhalten, Konzentrationsstörungen/Überaktivität, Störung der sozialen Adaptation und Schulerfolg) tragen zur diagnostischen Differenzierung bei und unterscheiden sich bezüglich ihrer diagnostischen Güte nicht wesentlich. Die signifikanten Korrelationen der WURS-k mit der Skala Impulsivität des Impulsivitätsfragebogens sowie den Merkmalsbereichen Erregbarkeit, Aggressivität, emotionale Labilität und Lebenszufriedenheit des revidierten Freiburger Persönlichkeitsinventars belegen unter Zugrundelegung der Persistenz der ADHS-Symptomatik bei 30%–50% der Betroffenen die Validität des Verfahrens. Die Split-half-Reliabilität beträgt r12=0,85 und Cronbachs α als Maß für die innere Konsistenz α=0,91.

Zum Online-Test: „Wender-Utah-Rating-Scale (WURS-k)„.

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Fein- und grobmotorische Fähigkeiten bei männlichen Personen mit ADHS

In dieser Studie wurden sowohl fein- als auch grobmotorische Fähigkeiten von Jungen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) mit einer Kontrollgruppe verglichen. Drei Gruppen männlicher Personen mit folgenden ADHS-Subtypen: vorwiegend unaufmerksam (ADHS-PI; n=50), hyperaktiv/impulsiv (ADHS-HI; n=16) oder kombiniert (ADHS-C; n=38) wurden mit 39 männlichen Kontrollpersonen verglichen. Das mittlere Alter betrug in der Kontrollgruppe 10 Jahre 4 Monate (SD 1 Jahr 4 Monate, Bereich 7 Jahre 8 Monate bis 12 Jahre 11 Monate); in der ADHS-PI-Gruppe 10 Jahre (SD 1 Jahr 2 Monate, Bereich 7 Jahre 10 Monate bis 13 Jahre); in der ADHS-HI-Gruppe 9 Jahre 11 Monate (SD 1 Jahr 2 Monate, Bereich 7 Jahre 11 Monate bis 12 Jahre 6 Monate); und in der ADHS-C-Gruppe 10 Jahre 2 Monate (SD 1 Jahr 4 Monate, Bereich 8 bis 13 Jahre). Zur Erfassung der ADHS-Symptomatik wurden die Australian Disruptive Behaviours Scale und die Connors’ Parent Rating Scale-Revised verwendet. Der verbale IQ wurde anhand zweier verbaler Untertests der Wechsler Intelligence Scale for Children geschätzt, und die Bewegungsfähigkeit wurde mit der Movement Assessment Battery for Children (MABC) und dem Purdue Pegboard Test erfasst. Die Befunde zeigten, dass Kinder mit ADHS signifikant schlechtere Bewegungsfähigkeiten aufwiesen als Kontrollkinder. Ein hoher Anteil dieser Kinder zeigte Bewegungsprobleme, die mit einer Entwicklungsstörung der motorischen Koordination (DCD) vereinbar waren. Darüber hinaus ergab die Studie, dass Art und Ausmaß der Bewegungsprobleme zwischen den Subtypen variierten. Der aus der MABC abgeleitete Gesamtbeeinträchtigungswert war in der ADHS-HI-Gruppe weniger ausgeprägt als in den beiden anderen ADHS-Gruppen, jedoch stärker als in der Kontrollgruppe. Männliche Personen mit ADHS-PI und ADHS-C hatten signifikant schlechtere feinmotorische Fähigkeiten (p < 0,001) als männliche Kontrollpersonen, während sich die ADHS-HI-Gruppe von keiner der anderen Gruppen signifikant unterschied. Da sich Kinder ausschließlich mit ADHS und die Kontrollgruppe hinsichtlich der Feinmotorik nicht signifikant unterschieden, beide jedoch signifikant bessere Leistungen zeigten als Kinder mit sowohl ADHS als auch DCD, wurde argumentiert, dass die schlechteren feinmotorischen Fähigkeiten bei Kindern mit ADHS nicht auf Defizite der Aufmerksamkeit und Konzentration, sondern vielmehr auf Faktoren ihrer motorischen Fähigkeiten zurückzuführen seien.

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