ADHS

Das Zappelphilipp-Syndrom

Praktische Erfahrungen und wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass die ganzheitlichen Therapieansätze der Ayurveda-Medizin das Potenzial besitzen, die Stress- und Angstsymptomatik sowie die Verhaltensauffälligkeiten, die mit ADHS vergesellschaftet sind, zu kontrollieren – mit reduzierter bzw. ohne Anwendung pharmakologischer Arzneimittel und damit, ohne belastende Nebenwirkungen in Kauf nehmen zu müssen.

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Das Musikalische Konzentrationstraining mit Pepe: Vorstellung des Konzeptes mit seinen Wirkfaktoren

Der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung wird in der Forschung zusehends mehr Bedeutung beigemessen, da sie mit einer Prävalenz von 4,8 % zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter zählt (KiGGS; Schlack, Hölling, Kurth & Huss, 2007). Zudem wächst der Bedarf an alternativen Behandlungsmöglichkeiten neben der Pharmakotherapie. Das hier vorgestellte Musikalische Konzentrationstraining mit Pepe stellt ein innovatives Gruppenprogramm für fünf- bis zehnjährige Kinder mit Konzentrationsproblemen dar. Angelehnt an verhaltenstherapeutische Grundlagen nutzt es Musik als Lern- und Lehrmittel, um die Neugier, Offenheit und Kreativität sowie den Bewegungsdrang der Kinder sinnvoll zu nutzen. Die strukturierten Rhythmus- und Bewegungsübungen zielen auf eine Förderung der fokussierten, geteilten und Daueraufmerksamkeit ab. Weitere Elemente des Trainings wie die Teamarbeit, die Leitfigur Pepe und seine Ampel sollen das Sozialverhalten, die Impulskontrolle sowie die Eigenverantwortlichkeit der Kinder schulen. Die Besonderheiten des Musikalischen Konzentrationstrainings mit Pepe sowie dessen Wirkfaktoren werden im vorliegenden Beitrag präsentiert.

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Aufmerksamkeitsnetzwerke bei Erwachsenen mit Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und der Einfluss von Belohnung: Eine fMRT-Studie

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts-Störung (ADHS) ist eine psychiatrische Erkrankung, die sich in Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität äußert. ADHS hat eine hohe Prävalenz in der Kindheit, doch sie besteht auch im Erwachsenenalter. Eine Ursache der ADHS-Symptomatik ist eine Dysfunktion im dopaminergen Belohnungssystem. Durch Belohnung wird Dopamin vermehrt freigesetzt. Eine weitere Theorie ist mangelnde Verhaltensinhibition, die sich in einer Dysfunktion der Exekutiven Funktionen widerspiegelt. Die beiden Theorien schließen sich gegenseitig nicht aus. An Hand von Studien konnte bestätigt werden, dass sich die Hirnaktivierung bei Patienten mit ADHS von denen gesunder Kontrollprobanden unterscheidet.

In dieser Studie wurden die drei posnerischen Aufmerksamkeitsnetzwerke Alerting, Orienting und Executive Control bei erwachsenen Patienten mit ADHS und einer gesunden Kontrollgruppe untersucht. Hierfür wurde der ANT verwendet, der zur Testung dieser drei Aufmerksamkeitsnetzwerke von Fan et al. entwickelt wurde. In einem weiteren Schritt wurde der Einfluss von Belohnung auf die Aufmerksamkeitsleistung und die Gehirnaktivierung während des ANTs beobachtet.

Für beide Gruppen bestand ein Alerting-, Orienting-, und Executive-Effekt. Innerhalb der Verhaltensdaten zeigen die Patienten mit ADHS besonders im Orienting-Netzwerk Defizite, die durch Belohnung aufgehoben werden können. Auch in den Hirnaktivierungen bestanden in den Gruppen Unterschiede, wenn auch oft nur geringe, und nicht alle von uns erwarteten Hirnareale aktiviert wurde. Ein unerwartetes Ergebnis war im ANT die fehlende Aktivierungsdifferenz zwischen den Gruppen im Executive Control-Netzwerk. Durch die Belohnung kommt es zum Teil zu einer Erhöhung der Baseline-Aktivität und, insbesondere bei den Patienten mit ADHS, zu Aktivierung belohnungssensibler dopaminerger Strukturen. Trotz unterschiedlicher Hirnaktivierungen in den Gruppen waren kaum Unterschiede in den Verhaltensdaten zu sehen, so dass hier die Vermutung besteht, dass Patienten mit ADHS alternative, von uns hier nicht untersuchte, Hirnarale aktivieren und damit vergleichbare Leistungen wie gesunde Kontrollprobanden erzielen.

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Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) bei Bulimia nervosa: Häufigkeit, neuropsychologische Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Im Rahmen einer Bulimia Nervosa sind häufig Symptome zu beobachten, die auch Teil einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sein könnten. Im Rahmen der vorliegenden Studie wurden Patientinnen mit bulimischer Essstörung detailliert auf das Vorliegen von Symptomen der ADHS untersucht. Verschiedene Aufmerksamkeitsparameter wurden zwischen Patientinnen und einer gesunden Kontrollgruppe verglichen. Mit neuropsychologischen Tests wurden auch Aufmerk-samkeitskomponenten geprüft, die bei ADHS-Patienten häufig gestört sind und bei der Steuerung des Essverhaltens von Bedeutung sein könnten. Außerdem wurde die Häufigkeit anderer komorbid auftretender psychischer Störungen und Persönlich-keitsstörungen erfasst.

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Anatomische und funktionelle Bildgebung des Gehirns bei ADHS im Kindesalter: Update 2013

Neuroimaging-Studien zur Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erweitern kontinuierlich unser Wissen über die Neurobiologie dieser Erkrankung. Hier aktualisieren wir frühere narrative und systematische Übersichten zur Bildgebung bei ADHS mit Schwerpunkt auf im Jahr 2013 veröffentlichten Studien. Um alle publizierten Studien möglichst umfassend zu erfassen, durchsuchten wir ein breites Spektrum elektronischer Datenbanken (PubMed, Ovid PsychInfo, Ovide Medline, Web of Science und EMBASE). Wir geben einen kritischen Überblick über anatomische Magnetresonanztomographie- (MRT-) und Diffusions-Tensor-Bildgebungsstudien (DTI) sowie über funktionelle MRT- und Resting-State-MRT-Studien. Außerdem wurden Studien eingeschlossen, die darauf abzielten, den Wirkmechanismus von ADHS-Medikamenten aufzuklären. Wir kommen zu dem Schluss, dass die Kombination multimodaler Neuroimaging-Techniken nicht nur das Potenzial hat, unser Verständnis struktureller Störungen neuronaler Schaltkreise zu erweitern, die mit funktionellen Defiziten bei Kindern mit ADHS verbunden sind, sondern auch objektive Daten bereitzustellen, die Kliniker im klinischen Alltag unterstützen können.

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ADHS im Vorschulalter – Subgruppen, Diagnostik und gezielte Therapieansätze

Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen (ADHS) im Vorschulalter sind der ADHS im Grundschulalter bezüglich Erscheinungsbild und Komorbiditäten teils ähnlich und teils unähnlich. Zudem ergeben sich besondere Herausforderungen hinsichtlich der Diagnostik und Behandlung u. a. aufgrund altersabhängiger Diagnosekriterien, einer schwierigen Unterscheidung von altersadäquatem und abweichendem Verhalten und erhöhten Nebenwirkungen bei der medikamentösen Behandlung. Daher werden in diesem Übersichtsartikel Subtypen und Komorbiditäten von ADHS, für den klinischen Gebrauch geeignete Diagnostikinstrumente sowie gezielte Behandlungsansätze, insbesondere Elterntrainings und Medikation, genauer betrachtet.

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ADHS im Kindesalter – Was muss der HNO-Arzt wissen?

Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) betrifft weltweit etwa 5% aller Kinder und Jugendlicher nach den Kriterien des DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders). ADHS ist multifaktoriell bedingt mit einem hohen Einfluss genetischer, aber auch exogener und psychosozialer Faktoren. Die Kernsymptomatik umfasst Beeinträch- tigungen der Aufmerksamkeit, der Aktivität im Sinne einer Hyperaktivität und eine Störung der Impulskontrolle. Wichtig ist, dass die Symptomatik vor dem 6. Lebensjahr begonnen hat und in mehreren Situationen, wie Schule und Familie, nachweisbar ist. ADHS ist eine dimen- sionale Störung, d. h. die Diagnostik ist zeitaufwendig und umfasst eine körperlich-neurolo- gische Untersuchung, Verhaltensbeobachtungen und differenzierte testpsychologische Unter- suchungen. Im HNO-ärztlichen Bereich stellt ADHS eine der wichtigen Differenzialdiagno- sen einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) neben Lese- und Rechtschreibstörungen sowie Sprachentwicklungsstörungen dar. Bei zusätzlichen Verhaltens- problemen bzw. höherem Schweregrad der Symptomatik empfiehlt sich eine Überweisung zu einem spezialisierten Kinderarzt bzw. Kinder- und Jugendpsychiater, bei dem dann ggf. auch eine entsprechende Beratung und Behandlung erfolgen kann.

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Abnorme Mikrostruktur der weißen Substanz bei Kindern mit sensorischen Verarbeitungsstörungen

Sensorische Verarbeitungsstörungen (sensory processing disorders, SPD) betreffen 5–16 % der schulpflichtigen Kinder und können langfristige Defizite in der intellektuellen und sozialen Entwicklung verursachen. Aktuelle Theorien zu SPD beziehen primäre sensorische Kortexareale und übergeordnete kortikale Regionen der multisensorischen Integration (MSI) ein. Wir untersuchten mithilfe der Diffusions-Tensor-Bildgebung (DTI) die Rolle mikrostruktureller Veränderungen der weißen Substanz bei SPD. DTI wurde bei 16 Jungen im Alter von 8–11 Jahren mit SPD und 24 hinsichtlich Alter, Geschlecht, Händigkeit und IQ gematchten neurotypischen Kontrollen durchgeführt. Das Verhalten wurde mithilfe des von Eltern ausgefüllten Sensory Profile charakterisiert. Fraktionelle Anisotropie (FA), mittlere Diffusivität (MD) und radiale Diffusivität (RD) wurden berechnet. Traktbasierte räumliche Statistik wurde eingesetzt, um signifikante Gruppenunterschiede in der Integrität der weißen Substanz zu erkennen und zu bestimmen, ob mikrostrukturelle Parameter signifikant mit Verhaltensmaßen korrelierten. In der SPD-Gruppe fanden sich im Vergleich zu den Kontrollen signifikante Abnahmen der FA sowie Zunahmen von MD und RD, vor allem in der posterioren weißen Substanz einschließlich des posterioren Corpus callosum, der posterioren Corona radiata und der posterioren thalamischen Radiatio. Es wurden starke positive Korrelationen zwischen der FA dieser posterioren Bahnen und Werten für auditive Verarbeitung, multisensorische Verarbeitung und Unaufmerksamkeit beobachtet (r = 0,51–0,78; p < 0,001), bei starken negativen Korrelationen zwischen RD und Werten für multisensorische Verarbeitung und Unaufmerksamkeit (r = −0,61–0,71; p < 0,001). Nach unserem Wissen ist dies die erste Studie, die eine verminderte mikrostrukturelle Integrität der weißen Substanz bei Kindern mit SPD nachweist. Wir fanden, dass die gestörte Mikrostruktur der weißen Substanz überwiegend posteriore zerebrale Bahnen betrifft und stark mit atypischem unimodalem und multisensorischem Integrationsverhalten korreliert. Diese Befunde sprechen für eine abnorme weiße Substanz als biologische Grundlage von SPD und könnten SPD zudem von klinisch überlappenden Störungen wie Autismus und Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung unterscheiden.

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„Schwierige Kinder“ von Anfang an? Aufmerksamkeitsprobleme als Risikofaktor für die Schulfähigkeit

Bereits im Vorschulalter fallen viele Kinder durch Auffälligkeiten in der Aufmerksamkeitssteuerung und durch Hyperaktivität und Impulsivität auf.Während im Schulalter eine hohe Komorbidität von ADHS mit Lernstörungen und Störungen des Sozialverhaltens besteht, ist wenig darüber bekannt, ob bereits vor Schuleintritt das Risiko einer solchen Entwicklung vorherzusehen ist. So stellt sich die Frage, ob im Vorschulalter Aufmerksamkeitsprobleme mit defizitären schulrelevanten Vorläuferkompetenzen (numerische Kompetenzen, phonologische Bewusstheit, Arbeitsgedächtnis und schneller Abruf aus dem Langzeitgedächtnis) und Problemen in der sozial-emotionalen Entwicklung einhergehen. In einem längsschnittlichen Design wurde eine Gruppe von 21 Kindern, die von Erzieherinnen als Risikokinder für ADHS klassifiziert wurden, mit einer bezüglich der non-verbalen Intelligenz und des Alters parallelisierten Kontrollgruppe unauffälliger Kinder hinsichtlich schulischer Vorläuferkompetenzen, sozial-emotionaler Entwicklung und Schulfähigkeit verglichen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Risikokinder trotz unbeeinträchtigter Arbeitsgedächtniskapazität und Intelligenz Defizite in den übrigen untersuchten Fähigkeiten aufwiesen und von den Erzieherinnen deutlich seltener als schulfähig eingestuft wurden. Somit scheint schon vor Schuleintritt eine umfassende Gefährdung für den Schulerfolg zu bestehen.

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