ADHS

Effekte von Methylphenidat auf den attentionalen Set-Shifting-Prozess in einem genetischen Modell der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

Hintergrund: Obwohl Defizite beim attentionalen Set-Shifting bei Personen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) beschrieben wurden, wird dies in Tiermodellen nur selten untersucht.

Methoden: Diese Studie verglich spontan hypertensive Ratten (SHR; ein genetisches Tiermodell für ADHS) mit Wistar-Kyoto- (WKY) und Sprague-Dawley-Ratten (SD; normoaktive Kontrollstämme) hinsichtlich ihrer Leistung in einer Attentional-Set-Shifting-Aufgabe (ASST). Darüber hinaus wurden die dosisabhängigen Effekte von Methylphenidat (MPH) auf das attentionale Set-Shifting bei SHR untersucht. In Experiment 1 wurden ASST-Verfahren bei jeweils 8 SHR-, WKY- und SD-Ratten im Alter von 5 Wochen durchgeführt. Erfasst wurden mittlere Latenzzeiten in der Anfangsphase, Fehlertypen und -anzahl sowie die Anzahl der Durchgänge bis zum Erreichen des Kriteriums in jeder Stufe. In Experiment 2 wurden 24 SHR-Ratten zufällig drei Gruppen mit jeweils 8 Tieren zugeteilt: MPH-L (niedrigere Dosis), MPH-H (höhere Dosis) und SHR-Vehikel. Ab einem Alter von 3 Wochen erhielten sie über 14 aufeinanderfolgende Tage jeweils 2,5 mg/kg bzw. 5 mg/kg MPH oder Kochsalzlösung. Alle Ratten wurden im Alter von 5 Wochen mit der ASST getestet.

Ergebnisse: Die SHR zeigten insgesamt eine schlechtere ASST-Leistung als die Kontrollstämme WKY und SD. Es wurden signifikante Stamm-Effekte auf die mittlere Latenz [F (2, 21) = 639,636, p < 0,001] und die Anzahl der Durchgänge bis zum Kriterium [F (2, 21) = 114,118, p < 0,001] beobachtet. SHR wiesen mehr perseverative und regressive Fehler auf als die Kontrollstämme (p < 0,001). Nach der MPH-Behandlung zeigten die beiden MPH-behandelten Gruppen signifikant längere Latenzen und benötigten weniger Durchgänge bis zum Erreichen des Kriteriums als die SHR-Vehikelgruppe; die MPH-L-Gruppe benötigte zudem in mehr Stufen weniger Durchgänge bis zum Kriterium als die MPH-H-Gruppe. Es fanden sich signifikante Haupteffekte der Behandlung [F (2, 21) = 52,174, p < 0,001] und des Fehlersubtyps [F (2, 42) = 221,635, p < 0,01].

Schlussfolgerungen: SHR könnten beim Diskriminationslernen, Umkehrlernen und attentionalen Set-Shifting beeinträchtigt sein. Unsere Studie liefert Hinweise darauf, dass MPH die Leistung von SHR beim attentionalen Set-Shifting verbessern kann und dass eine niedrigere Dosis wirksamer ist als eine höhere.

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Effekte QEEG-informierten Neurofeedbacks bei ADHS: Eine offene Pilotstudie

Bei ADHS wurden bereits mehrere EEG-Biomarker beschrieben, die für das Ansprechen auf Stimulanzien relevant sind. Ziel dieser Pilotstudie war es, die Neurofeedbackbehandlung auf diese spezifischen Untergruppen zu personalisieren und zu untersuchen, ob dieser Ansatz zu besseren klinischen Ergebnissen führt. Zusätzlich wurden in einer Untergruppe EEG- und ERP-Veränderungen vor und nach der Behandlung untersucht, um die neurophysiologischen Effekte von Neurofeedback zu erfassen. 21 Patienten mit ADHS wurden mit QEEG-informiertem Neurofeedback behandelt; anschließend wurden Effekte auf Unaufmerksamkeit (ATT), Hyperaktivität/Impulsivität (HI) und komorbide depressive Symptome untersucht. Nach QEEG-informiertem Neurofeedback zeigten sich signifikante Verbesserungen sowohl für ATT und HI als auch für komorbide depressive Beschwerden. Die Effektstärke betrug 1,78 für ATT und 1,22 für HI. Darüber hinaus zeigte die anteriore individuelle Alpha-Peak-Frequenz (iAPF) einen starken Zusammenhang mit der Verbesserung komorbider depressiver Beschwerden. In der SMR-Neurofeedback-Untergruppe zeigten Vergleiche vor und nach der Behandlung erhöhte N200- und P300-Amplituden sowie eine verringerte SMR-EEG-Leistung nach der Behandlung. Diese Pilotstudie ist die erste, die zeigt, dass Neurofeedbackprotokolle anhand individueller EEG-Biomarker ausgewählt werden können, und legt nahe, dass dies insbesondere bei Unaufmerksamkeit zu besseren Behandlungsergebnissen führt; die Ergebnisse sollten jedoch in weiteren kontrollierten Studien repliziert werden. Eine langsame anteriore iAPF zu Studienbeginn sagt im Einklang mit Depressionsstudien ein schlechtes Ansprechen komorbider depressiver Beschwerden voraus. SMR-Neurofeedback führte zu spezifischen ERP- und EEG-Veränderungen.

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Das ADHS-Camp: Langzeiteffekte einer intensiv-verhaltenstherapeutischen Maߟnahme bei Kindern mit ADHS

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine der am häufigsten gestellten Diagnosen im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Verschiedene Studien belegen die Wirksamkeit multimodaler Maßnahmen und verweisen dabei auf die Bedeutung der Verhaltenstherapie, deren Wirksamkeit bereits in verschiedenen Studien belegt wurde. Da sich viele Therapieangebote über einen langen Zeitraum erstrecken, wurde das ADHS-Camp als zeitökonomisches, intensivtherapeutisches Vorgehen entwickelt und dessen Wirksamkeit im Rahmen dieser Studie auf Langzeiteffekte (6 und 12 Monate nach Abschluss der Therapie) überprüft. Dies geschah unter Einbezug funktionsorientierter (neuropsychologischer) und verhaltensorientierter Testverfahren, wobei letztere von Eltern und Lehrern beurteilt wurden. Über die Berechnung von MAN(C)OVAS mit Messwiederholung zeigte sich, dass das ADHS-Camp zu einer signifikanten Verbesserung sowohl auf funktioneller als auch verhaltensorientierter Ebene führt. Auf der Verhaltensebene sehen Eltern einen stärkeren Einfluss als die Lehrer. Um zu gewährleisten, dass die Effekte nicht durch normale Reifungsprozesse beeinflusst sind, wurde das Alter als Kovariate aufgenommen. Es zeigt sich, dass das ADHS-Camp als eine wirkungsvolle Maßnahme bewertet werden kann. Erzielte Verbesserungen der Problemlage sind sowohl auf der funktionellen als auch der Verhaltensebene zeitstabil. Dies unterstreicht die Relevanz intensivtherapeutischer Maßnahmen zur Behandlung von ADHS bei Kindern.

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Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung und das klinische Management von Adipositas

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wurde mit einem erhöhten Risiko für Adipositas und dem Scheitern von Adipositasbehandlungen in Verbindung gebracht. Der vorliegende Beitrag erörtert, wie Merkmale der ADHS, darunter Unaufmerksamkeit, Belohnungssensitivität und Impulsivität, das Adipositasrisiko beeinflussen und Implikationen für das Management von Adipositas haben können. Darüber hinaus fassen wir neue Forschung dazu zusammen, wie Adipositas zu Hirnveränderungen beitragen könnte, die mit ADHS-ähnlichen Symptomen verbunden sind. Abschließend werden Vorschläge zur Verbesserung des klinischen Adipositasmanagements bei Patienten mit ADHS diskutiert, darunter pharmakologische Behandlung, körperliche Aktivität und kognitive Verhaltenstherapie. ADHS stellt eine Barriere für das klinische Management der Adipositas dar; weitere Forschung ist erforderlich, um den Zusammenhang zwischen ADHS und Adipositas besser zu verstehen. Wirksame Behandlungsansätze sind angesichts der erheblichen Schwierigkeiten notwendig, mit denen Patienten mit ADHS bei der Regulation ihres Gewichts in einer adipogenen Umwelt konfrontiert sind.

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Ärgerlich!? Neuronale Korrelate der Verhaltenshemmung auf emotionale Signale. Sozial-emotionale Probleme bei der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

Psychotherapeutische Interventionen bei der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zielen primär auf die 3 Hauptsymptomgruppen der Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität, die für dieses Störungsbild charakteristisch sind. Auffällig sind jedoch auch Schwierigkeiten im sozial-emotionalen Bereich. Konflikte mit Eltern und Partnern, Zurückweisungen durch Gleichaltrige und wenige Freundschaften werden von den Betroffenen im Alltag häufig als sehr belastend erlebt. Neurowissenschaftliche Studien weisen auf ein Defizit im Erkennen von Emotionen des Gegenübers, das bei Kindern und auch bei Erwachsenen mit ADHS insbesondere bei Ärger stark ausgeprägt ist. Darüber hinaus können die Patienten mimische Ärgersignale anderer Personen weniger gut nutzen, um eigenes Verhalten zu regulieren bzw. zu hemmen. Neue Therapiebausteine sind gefordert, um diese Defizite gezielt zu behandeln. Diskutiert werden Möglichkeiten, wie neurowissenschaftliche Methoden dazu beitragen können, effizientere therapeutische Interventionen zu entwickeln.

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Arbeitsgedächtnis und Reaktionsinhibition als ein integraler Phänotyp der ADHS im Erwachsenenalter? Eine verhaltensbezogene und bildgebende Korrelationsstudie

Ziel: Es ist eine offene Frage, ob Arbeitsgedächtnis (WM) und Reaktionsinhibition (RI) bei der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) einen gemeinsamen integralen Phänotyp darstellen.

Methode: Die Autoren untersuchten 45 erwachsene ADHS-Patienten und 41 hinsichtlich Alter, Geschlecht, Intelligenz und Bildung vergleichbare Kontrollpersonen bei einer Buchstaben-n-back-Aufgabe und einer Stop-Signal-Aufgabe und maßen die präfrontale Oxygenierung mittels funktioneller Nahinfrarotspektroskopie.

Ergebnisse: Im Vergleich zu den Kontrollen replizierten die Autoren bei den Patienten sowohl Verhaltens- als auch kortikale Aktivierungsdefizite in beiden Aufgaben und auch bei der Leistung in beiden Kontrollbedingungen. In der Patientengruppe korrelierte die 2-back-Leistung mit der Stop-Signal-Reaktionszeit. Diese Korrelation schien nicht spezifisch für WM und RI zu sein, da die 1-back-Leistung mit der Go-Reaktionszeit korrelierte. Zwischen WM und RI fanden sich keine signifikanten Korrelationen der präfrontalen Oxygenierung.

Schlussfolgerung: Die Befunde unterstützen nicht die Hypothese, dass WM und RI einen durch den präfrontalen Kortex vermittelten integralen ADHS-Phänotyp darstellen. (J. of Att. Dis. 2011; XX(X) 1-XX)

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Anwendung von Medikamenten gegen Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung in Dänemark: Eine Arzneimittelverbrauchsstudie aus nationaler Perspektive

Zweck: Ziel der Studie war es, den Einsatz von Medikamenten gegen Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) in Dänemark zwischen 1995 und 2011 aus nationaler Perspektive anhand populationsbasierter Verordnungsdaten zu charakterisieren.

Methoden: Nationale Daten zum Arzneimittelverbrauch in Dänemark zwischen dem 1. Januar 1995 und dem 30. September 2011 wurden dem Registry of Medicinal Product Statistics (RMPS) entnommen. Der Arzneimittelverbrauch wurde mittels deskriptiver Statistik charakterisiert.

Ergebnisse: Insgesamt wurden 1.085.090 Verordnungen für 54.020 Personen identifiziert. Die Inzidenzrate war in den letzten drei Jahren des Untersuchungszeitraums stabil; gegen Ende zeigte sich eine leicht sinkende Inzidenzrate und eine Stabilisierung der Prävalenz. Die therapeutische Intensität betrug 6,7 definierte Tagesdosen/Person/Tag, bei großen regionalen Unterschieden zwischen 64 und 145 % des nationalen Durchschnitts. Methylphenidat machte 92,6 % der verwendeten DDD aus. Hausärzte leiteten die Behandlung nur selten ein, wobei eine Behandlungsinitiierung auf hausärztliche Empfehlung mit zunehmendem Patientenalter häufiger wurde. Die Erhaltungstherapie war ungefähr gleichmäßig auf die verschiedenen Verordnertypen verteilt. Bei Methylphenidat entfielen 6,1 % des Arzneimittelvolumens auf 1 % der Anwender und 84,4 % auf 50 % der Anwender. Die Daten sprechen daher nicht für einen hohen Anteil besonders starker Anwender.

Schlussfolgerung: Die Ergebnisse dieser Analyse sind überwiegend beruhigend; die Daten weisen auf offenbar stagnierende Inzidenz- und Prävalenzraten hin und liefern keine Hinweise auf einen hohen Anteil intensiver Anwender. Das Verordnerprofil bei Neu-Anwendern und die großen regionalen Unterschiede geben jedoch Anlass zur Sorge. Daher ist eine engmaschige Beobachtung des Einsatzes von ADHS-Medikamenten wesentlich.

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Anpassung der Zeitwahrnehmung im Sekunden- und Millisekundenbereich: Die Natur von Veränderungen der Zeitverarbeitung bei Kindern mit ADHS

Ziel: Die Art von Veränderungen der Zeitverarbeitung bei ADHS wurde anhand von Dauerurteilen und Aufgaben zum zeitlichen Set-Shifting im Sekunden- und Millisekundenbereich untersucht.

Methode: Nach einem Training mit visuellen Beispielreizen von langer und kurzer Dauer schätzten 31 Kinder mit ADHS und 29 Kontrollkinder die Dauer von Testreizen. Während der Testung wurde der zeitliche Kontext systematisch variiert, indem die Dauer der Reizsets zu längeren oder kürzeren Intervallen verschoben wurde.

Ergebnisse: Kinder mit ADHS überschätzten die Reizdauern auf der Sekundenskala generell. Ihre Beurteilung von Reizen auf der Millisekundenskala war durch weniger effiziente Anpassungen an neue zeitliche Sets bei ansonsten normaler Diskriminationsleistung gekennzeichnet.

Schlussfolgerung: Die Befunde stützen eine spezifische Veränderung der Zeitwahrnehmung bei ADHS. Darüber hinaus liefern die Ergebnisse erste Hinweise darauf, dass Schwierigkeiten beim mentalen Set-Shifting, die für andere Aufgaben berichtet wurden, auch die zeitliche Verarbeitung bei Kindern mit ADHS betreffen. (J. of Att. Dis. 2012; XX(X) 1-XX)

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Akkulturation, kulturelle Werte und Überzeugungen lateinamerikanischer Eltern zur Ätiologie von ADHS

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gehört zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindesalter. Trotz der Verfügbarkeit mehrerer evidenzbasierter Interventionen ist bei Kindern lateinamerikanischer Herkunft der Bedarf an ADHS-bezogenen Versorgungsleistungen häufiger ungedeckt als bei Kindern ohne Minderheitenzugehörigkeit. Da die elterlichen Überzeugungen zur Ätiologie von ADHS wahrscheinlich die Inanspruchnahme von Leistungen beeinflussen, sollte sich die Forschung auf kulturelle Faktoren konzentrieren, die elterliche Vorstellungen über die Ursachen kindlicher Verhaltensprobleme prägen können. Ziel der vorliegenden Studie war daher, in einer Stichprobe lateinamerikanischer Eltern die Rolle von Akkulturation und den kulturellen Werten Familismus, Respekt, Spiritualität und traditionellen Geschlechterrollen bei der Erklärung elterlicher ätiologischer Überzeugungen zu ADHS zu untersuchen. Die Ergebnisse legen nahe, dass die verhaltensbezogene Akkulturation weder mit biopsychosozialen noch mit soziologischen/spirituellen ätiologischen Überzeugungen signifikant korrelierte; die kulturellen Werte Familismus und traditionelle Geschlechterrollen waren jedoch positiv mit soziologischen/spirituellen Überzeugungen korreliert. Explorative Analysen deuteten ferner darauf hin, dass Familismus und traditionelle Geschlechterrollen nach Kontrolle des sozioökonomischen Status 30,5 % der Gesamtvarianz soziologischer/spiritueller Überzeugungen zu ADHS erklärten. Post-hoc-Analysen zeigten schließlich, dass kulturelle Werte mit mehreren einzelnen Überzeugungskategorien innerhalb des soziologischen/spirituellen Bereichs verbunden waren, darunter Vorstellungen über Freunde, Spiritualität und ein gestörtes Gleichgewicht mit der Natur. Die vorliegende Studie unterstützt die Einbeziehung ätiologischer Überzeugungen und kultureller Faktoren in die Forschung zu Hilfesuche und Zugang zu psychosozialen Versorgungsangeboten bei lateinamerikanischen Familien und legt nahe, dass die Berücksichtigung alternativer ätiologischer Vorstellungen über kindliches Verhalten ein wichtiger Faktor für kultursensible psychosoziale Versorgung sein kann.

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ADHS im Kindesalter: ätiologische und therapeutische Ansätze mit dem Schwerpunkt der Bildgebung

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) zählt zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindesalter. Ziel ist es, den Status Quo der Ätiologie hinsichtlich genetischer, neurobiologischer und neuropsychologischer Faktoren zu beschreiben. Es werden die derzeit anerkannten Therapiemethoden in der Behandlung der ADHS sowie ihre Wirksamkeit vorgestellt. Moderne Bildgebungsmethoden (z.B. MRT; fMRT) bieten die Möglichkeit, nichtinvasiv spezifische Aussagen über anatomische und funktionelle Änderungen zutreffen. Untersuchungen mit Hilfe dieser bildgebenden Verfahren stehen deswegen im Fokus der hier zitierten Ätiologie- und Therapieforschung. Abschließend folgt ein kurzer Ausblick auf mögliche Zukunftsfragen.

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