ADHS

Schlafprobleme und Alltagsfunktion bei Kindern mit ADHS: Untersuchung der Rolle von Beeinträchtigung, ADHS-Erscheinungsformen und psychiatrischer Komorbidität

Ziel: Es liegen nur wenige systematische Informationen darüber vor, wie Schlafprobleme die Funktionsfähigkeit am Tag bei Kindern mit ADHS beeinflussen; die Rolle verschiedener ADHS-Erscheinungsformen und von Komorbiditäten ist unklar.

Methode: Insgesamt wurden 397 Kinder mit dem Children’s Sleep Habits Questionnaire, der Weiss Functional Impairment Rating Scale und der ADHD Rating Scale untersucht.

Ergebnisse: Sowohl bei Kindern mit ADHS als auch bei typisch entwickelten Kindern fanden wir eine moderate positive Korrelation zwischen Schlafproblemen und beeinträchtigter Funktionsfähigkeit. Die ADHS-Erscheinungsformen unterschieden sich hinsichtlich des Profils der Schlafprobleme nicht signifikant; eine komorbide internalisierende oder autistische Störung war jedoch mit höheren Schlafproblemwerten verbunden.

Schlussfolgerung: Schlafprobleme und Beeinträchtigungen der Alltagsfunktion waren bei Kindern mit ADHS häufiger, der grundsätzliche Zusammenhang zwischen Schlafproblemen und eingeschränkter Alltagsfunktion war jedoch bei klinischen und nichtklinischen Kindern ähnlich. Komorbide internalisierende oder autistische Störungen trugen zusätzlich signifikant zu den Schlafproblemen bei.

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Regulation von Traurigkeit durch Akzeptanz oder Unterdrückung bei Erwachsenen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Emotionsdysregulation ist ein anerkanntes Symptom der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter. Ziel dieser Studie war es, bei Erwachsenen mit ADHS Traurigkeit zu induzieren und den Einfluss von Emotionsregulationsstrategien auf die Intensität der Traurigkeit und psychophysiologische Maße zu untersuchen. 36 Erwachsene mit diagnostizierter ADHS wurden nach dem Zufallsprinzip entweder der expressiven Unterdrückung (SUPP) oder der Akzeptanz (ACC) von Emotionen zugeteilt. Traurigkeit wurde mithilfe eines Filmausschnitts induziert. Die Teilnehmenden schätzten die Intensität der Traurigkeit und das Gefühl, von Emotionen überwältigt zu sein, vor (T1), unmittelbar nach (T2) und 2 Minuten nach dem Film (T3) ein. Zusätzlich wurden physiologische Maße erhoben. Die Induktion von Traurigkeit war in beiden Bedingungen wirksam. Das Gefühl, von Emotionen überwältigt zu sein, nahm in beiden Bedingungen zwischen T1 und T2 zu, hielt jedoch nur unter expressiver Unterdrückung bis T3 an, während unter Akzeptanz eine Abnahme beobachtet wurde. Bei ADHS scheint die expressive Unterdrückung von Traurigkeit mit einer verzögerten Erholung vom Gefühl emotionaler Überwältigung verbunden zu sein. Emotionsregulation durch Akzeptanz scheint dagegen eine schnellere Erholung zu ermöglichen. Nach unserem Wissen ist dies die erste Studie, die Unterdrückung als kritischen Vermittler zwischen einer induzierten Emotion und einer verzögerten Erholung von emotionalen Reaktionen bei Erwachsenen mit ADHS identifiziert.

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Regionale Volumenunterschiede anhand struktureller MRT bei Kindern mit zwei ADHS-Subtypen und Kontrollpersonen

Ziel: Ziel dieser Studie war es, Gruppen von Kindern mit zwei ADHS-Subtypen und Kontrollpersonen anhand volumetrischer Magnetresonanztomografie-(MRT-)Maße in ausgewählten Hirnregionen zu vergleichen. Es wurde erwartet, dass Kinder mit ADHS kleinere Volumina des anterioren cingulären Kortex (ACC) und des Nucleus caudatus aufweisen. Es wurde vorhergesagt, dass elterliche Verhaltensbeurteilungen der Hyperaktivität mit dem Volumen des Nucleus caudatus und Beurteilungen der Aufmerksamkeit mit dem ACC zusammenhängen. Methode: Die endgültige Stichprobe umfasste insgesamt 74 Kinder (27 Kontrollen, 25 ADHS:kombinierter Typ [ADHS:C], 22 ADHS:unaufmerksamer Typ [ADHS:I]). Ergebnisse: Die ADHS:C-Gruppe wies im Vergleich zu den beiden anderen Gruppen bilateral kleinere Volumina des Nucleus caudatus und des ACC auf. Darüber hinaus sagten elterliche Beurteilungen von Aufmerksamkeit und Hyperaktivität das Volumen des rechten ACC signifikant vorher, während Hyperaktivitätsbeurteilungen das Volumen des rechten Nucleus caudatus vorhersagten. Eine Analyse der ADHS-Gruppen ohne Kontrollgruppe bestätigte diese Befunde. Schlussfolgerung: Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass unterschiedliche Strukturen mit den ADHS-Subtypen zusammenhängen, und legen nahe, dass diese unterschiedliche Phänotypen darstellen könnten. (J. of Att. Dis. XXXX; XX(X) XX-XX)

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Pränatale Nikotinexposition und Verhaltensprobleme bei Kindern

Eine intrauterine Exposition gegenüber Tabakrauch wurde mit zahlreichen ungünstigen gesundheitlichen Auswirkungen bei Neugeborenen, Säuglingen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Verbindung gebracht. Ziel dieser Übersichtsarbeit war es, Befunde zur pränatalen Nikotinexposition und ihrem Zusammenhang mit Verhaltensproblemen bei den Nachkommen zusammenzufassen. Die Mehrzahl der Studien, insbesondere mehrere neuere epidemiologische Untersuchungen, beobachtete bei exponierten Personen eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder ADHS-Symptome. Sowohl Human- als auch Tierstudien konnten jedoch bislang keine eindeutige Evidenz für einen kausalen Zusammenhang liefern. Die vorhandene Literatur zu Studien über den Zusammenhang zwischen pränataler Nikotinexposition und Störungen des Sozialverhaltens bzw. externalisierenden Problemen bei den Nachkommen spricht für einen kausalen Effekt. Eine abschließende Bewertung des Zusammenhangs zwischen pränataler Nikotinexposition und internalisierenden Problemen bei den Nachkommen wird durch unzureichende Daten und uneinheitliche Ergebnisse epidemiologischer Studien erschwert. Pränatale Nikotinexposition wurde mit veränderter Hirnstruktur und -funktion bei menschlichen Nachkommen in Verbindung gebracht; ein vorgeschlagener biologischer Mechanismus betrifft den ungünstigen Einfluss von Nikotin auf Neurotransmittersysteme während der Hirnentwicklung. Zusammenfassend bleibt es schwierig, eine eindeutige Aussage zur Kausalität des Zusammenhangs zwischen pränataler Nikotinexposition und Verhaltensproblemen bei Kindern zu treffen. Angesichts der wachsenden Zahl von Studien, die pränatale Nikotinexposition unter Einsatz unterschiedlicher Methoden zur Kontrolle von Störfaktoren mit externalisierenden Problemen verbinden, sowie weiterer bekannter gesundheitsschädlicher Folgen dieser Exposition sollten Eltern dennoch einen Rauchstopp in Betracht ziehen.

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Neuropsychologische Heterogenität bei ADHS im Vorschulalter: Untersuchung des Zusammenspiels kognitiver, affektiver und motivationsbasierter Regulationsformen

Es besteht ein Trend zur Diagnose von ADHS bereits vor Schuleintritt. Dennoch mangelt es an Studien zu ADHS im Vorschulalter, insbesondere an Untersuchungen, die ein breites Spektrum unterschiedlicher neuropsychologischer Funktionen einbeziehen. Unser Wissen über die unabhängigen Effekte verschiedener neuropsychologischer Funktionen im Zusammenhang mit ADHS im Vorschulalter ist daher begrenzt. Um diese Frage zu untersuchen, analysierte die vorliegende Studie kognitive, affektive und motivationsbasierte Regulation im Zusammenhang mit ADHS-Symptomen bei 104 Vorschulkindern (Alter M = 67,33 Monate, SD = 10,10; 65 % Jungen). Die Ergebnisse zeigten, dass alle diese Regulationsprozesse signifikant mit ADHS-Symptomen verbunden waren und die meisten Zusammenhänge auch nach Kontrolle komorbider Verhaltensprobleme bestehen blieben. Die meisten früheren Studien im Vorschulalter berücksichtigten lediglich kognitive und in gewissem Umfang motivationsbasierte Regulation. Durch die zusätzliche Einbeziehung affektiver Regulation konnten wir einen größeren Anteil der Varianz der ADHS-Symptome erklären. Allerdings war der erklärte Varianzanteil weiterhin klein im Vergleich zu früheren Studien mit Schulkindern. Dieser Befund kann als Hinweis darauf verstanden werden, dass weitere Untersuchungen zur Natur der ADHS im Vorschulalter erforderlich sind und möglicherweise über jene neuropsychologischen Faktoren hinausgeblickt werden muss, die bei älteren Kindern und Erwachsenen mit der Störung in Verbindung gebracht wurden.

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Neurofeedbacktherapie bei ADHS und Autismus. Ein Erfahrungsbericht mit Fallbeispielen

Viele Krankheiten, Störungen oder ungewollte Verhaltensmuster sind auf eine Fehlregulierung der elektrischen Gehirnaktivität zurückzuführen. Neurofeedback nutzt die Messung der Gehirnstromwellen (EEG-Wellen), um mittels Feedbacktraining Regulationsstörungen im Gehirn zu verbessern und zu beheben. Neurofeedback kann bei zahlreichen neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt werden, insbesondere in der Therapie der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und des Autismus bei Kindern und Jugendlichen. Auch in der Gesundheitsförderung und Prävention gewinnt Neurofeedback zunehmend Bedeutung, so etwa als Training zur Stressbewältigung oder zur Erhaltung der geistigen Flexibilität im Alter. Zu den weiteren Einsatzgebieten zählen die mentale Leistungssteigerung (Peak-performance-Training) im Spitzensport sowie auch die Verbesserung der künstlerischen Leistung von Musikern. Die beiden hier beschriebenen Fallbeispiele für Autismus/Asperger-Syndrom (Kind) und Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS)/ADHS (Jugendlicher) veranschaulichen die Einsatzmöglichkeiten von Neurofeedback bei neurologisch-psychiatrischen Krankheitsbildern. Ein Behandlungserfolg ist dabei zumeist rasch erkennbar. Kurzzeitige Verschlechterungen, ausgelöst durch äußere Einflüsse, können bei konsequenter Fortführung des Trainings einfach abgefedert werden. Neurofeedback ist eine wissenschaftlich anerkannte Therapiemethode. Insbesondere in der Therapie von ADHS und Autismus bei Kindern und Jugendlichen stützt sich diese Therapieform auf wissenschaftlich fundierte und breit angelegte renommierte internationale Studien. Im Gegensatz zum internationalen Trend ist Neurofeedback in Österreich kaum verbreitet und daher wenig bekannt. Es gilt noch als Eigenleistung. Jedoch erkennen immer mehr private Versicherer Neurofeedback als wertvolle alternative Form der Behandlung neurologischer und psychiatrischer Erkrankungen und übernehmen bis zu 80% der Behandlungskosten.

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Neurofeedback und pharmakologische Standardintervention bei ADHS: Eine randomisierte kontrollierte Studie mit sechsmonatigem Follow-up

Die vorliegende randomisierte kontrollierte Studie untersucht die Wirksamkeit von Neurofeedback im Vergleich zu einer pharmakologischen Standardintervention bei der Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Die endgültige Stichprobe bestand aus 23 Kindern mit ADHS (11 Jungen und 12 Mädchen im Alter von 7–14 Jahren). Die Teilnehmenden absolvierten 40 Theta/Beta-Trainingssitzungen oder erhielten Methylphenidat. Verhaltensbeurteilungsskalen wurden von Vätern, Müttern und Lehrkräften vor und nach der Behandlung sowie bei naturalistischen Nachuntersuchungen nach zwei und sechs Monaten ausgefüllt. In beiden Gruppen berichteten die Eltern vergleichbare signifikante Verringerungen ADHS-bedingter funktioneller Beeinträchtigungen; Eltern und Lehrkräfte berichteten zudem vergleichbare signifikante Reduktionen der primären ADHS-Symptome. Signifikante Verbesserungen der schulischen Leistung wurden jedoch nur in der Neurofeedbackgruppe festgestellt. Unsere Befunde liefern neue Evidenz für die Wirksamkeit von Neurofeedback und erweitern das Spektrum nichtpharmakologischer Interventionsmöglichkeiten bei ADHS. Nach unserem Wissen ist dies die erste randomisierte kontrollierte Studie mit sechsmonatigem Follow-up, die Neurofeedback und Stimulanzienmedikation bei ADHS vergleicht.

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Möglicher Beitrag dopaminerger Genvarianten zu ADHS-Kernmerkmalen und Komorbidität: Eine Studie an Probanden aus Ostindien

Die Assoziation dopaminerger Gene, insbesondere von Rezeptoren und Transportern, mit der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wurde weltweit untersucht, da Dopamin (DA) für verschiedene physiologische Funktionen wie Aufmerksamkeit, Kognition und motorische Aktivität bedeutsam ist. Dennoch ist die Ätiologie der ADHS bis heute ungeklärt. Wir untersuchten den Zusammenhang funktioneller Varianten des DA-Rezeptors 2 (rs1799732 und rs6278), des Rezeptors 4 (Exon-3-VNTR und rs914655) und des Transporters (rs28363170 und rs3836790) mit Hyperaktivität, kognitiven Defiziten und komorbiden Störungen bei Probanden aus Ostindien. Für die Rekrutierung von Kernfamilien mit ADHS-Probanden (N = 160) und ethnisch passenden Kontrollen (N = 160) wurden die Kriterien des Diagnostic and Statistical Manual for Mental Disorders-IV verwendet. Kognitive Defizite und hyperaktive Merkmale wurden mit Conners Eltern-/Lehrerbeurteilungsskala erfasst. Nach schriftlicher Einwilligung wurde peripheres Blut entnommen und zur Isolierung genomischer DNA verwendet. Genetische Polymorphismen wurden mit PCR-basierten Methoden und anschließenden populations- und familienbasierten statistischen Analysen untersucht. Zusammenhänge zwischen Genotypen, kognitiven/hyperaktiven Merkmalen und Komorbiditäten wurden mit der Software Multifactor Dimensionality Reduction (MDR) analysiert. Die Fall-Kontroll-Analyse zeigte statistisch signifikante Unterschiede für rs6278 und rs28363170 (P = 0,004 bzw. 1,332e−007), während die familienbasierte Analyse eine bevorzugte väterliche Übertragung des rs28363170-Allels „9R“ zeigte (P = 0,04). MDR-Analysen ergaben unabhängige Effekte von rs1799732, rs6278, rs914655 und rs3836790 bei ADHS. Zudem wurden signifikante unabhängige Effekte verschiedener Genorte auf kognitive/hyperaktive Merkmale und komorbide Störungen festgestellt. Zusammenfassend legen die Ergebnisse nahe, dass diese Genvarianten kognitive und hyperaktive Merkmale beeinflussen und dadurch die Krankheitsätiologie sowie die damit verbundenen komorbiden Merkmale mitbestimmen können.

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Mit dem Arbeitsgedächtnis zusammenhängende neuronale Hyperaktivität bei medikamentennaiven Jungen mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung

Hintergrund: Ein beeinträchtigtes Arbeitsgedächtnis gilt als Kernmerkmal der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Frühere bildgebende Studien zum Arbeitsgedächtnis bei ADHS nutzten Aufgaben mit unterschiedlichen kognitiven Anforderungen und berücksichtigten kategoriale Urteile über Objekte, die wesentliche Bestandteile visueller Arbeitsgedächtnisaufgaben sind, nicht, was die Interpretation ihrer Befunde erschwert. In der vorliegenden Studie untersuchten wir mittels funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRT) und einer kategorialen n-back-Aufgabe (CN-BT), die hohe Anforderungen an exekutives Schlussfolgern bei konstanten Gedächtnisanforderungen stellte, Unterschiede der neuronalen Aktivierung zwischen Kindern und Jugendlichen mit ADHS und gesunden Kontrollen.

Methoden: Insgesamt wurden 33 medikamentennaive, rechtshändige männliche ADHS-Patienten ohne Komorbidität (mittleres Alter 9,9 ± 2,4 Jahre) und 27 rechtshändige gesunde männliche Kontrollpersonen (mittleres Alter 10,9 ± 2,7 Jahre) rekrutiert. Mittels ereigniskorrelierter fMRT wurden Unterschiede der Hirnaktivität während der CN-BT zwischen den beiden Gruppen untersucht.

Ergebnisse: Die beiden Gruppen unterschieden sich nicht in der Genauigkeit bei der CN-BT, obwohl die ADHS-Patienten bei korrekten Antworten signifikant kürzere Reaktionszeiten als die Kontrollen zeigten. Während der CN-BT zeigten sowohl ADHS-Patienten als auch Kontrollen bei korrekten Antworten signifikante positive und negative Aktivierungen, hauptsächlich in sensomotorischen Bahnen und dem striato-zerebellären Netzwerk. Zusätzlich zeigten die ADHS-Patienten im Vergleich zu den Kontrollen eine signifikant stärkere Aktivierung im bilateralen Globus pallidus und im rechten Hippocampus. Zudem bestand bei ADHS eine positive Korrelation zwischen der Hyperaktivierung des linken Globus pallidus und der Reaktionszeit bei korrekten Antworten.

Schlussfolgerungen: Im Gegensatz zu Kontrollen zeigten ADHS-Patienten während einer Arbeitsgedächtnisaufgabe mit Kategorisierung eine neuronale Hyperaktivierung im Striatum und in mediotemporalen Regionen. Eine Überfunktion in diesen Bereichen könnte eine pathophysiologische Grundlage der ADHS darstellen und mit Arbeitsgedächtnisdefiziten sowie impulsiven Symptomen zusammenhängen.

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Medikamentenpausen bei ADHS-Medikation: Internationale Erfahrungen aus den vergangenen vier Jahrzehnten

Ziel: ADHS wird mit wirksamen Stimulanzien behandelt, die jedoch das Wachstum verzögern können. Verordnende Ärzte sollten Kinder idealerweise überwachen und versuchsweise eine „Medikamentenpause“ einlegen, um ein Aufholwachstum zu ermöglichen. Ziel war es, die Erfahrungen mit Medikamentenpausen bei ADHS-Medikation von Kindern und Jugendlichen zusammenzutragen.

Methode: Eine umfassende Literaturrecherche identifizierte 22 Studien, die zwischen 1972 und 2013 veröffentlicht wurden.

Ergebnisse: Medikamentenpausen werden in 25 bis 70 % der Familien praktiziert und finden häufiger während der Schulferien statt. Sie dienen dazu zu prüfen, ob die Medikation weiterhin erforderlich ist, und werden außerdem zur Behandlung von Nebenwirkungen und Arzneimitteltoleranz erwogen. Die Auswirkungen von Medikamentenpausen wurden hinsichtlich Nebenwirkungen und ADHS-Symptomen berichtet. Es gab Hinweise auf positive Effekte längerer Medikamentenunterbrechungen auf das Wachstum von Kindern; kürzere Pausen konnten Schlaflosigkeit vermindern und den Appetit verbessern.

Schlussfolgerung: Medikamentenpausen von ADHS-Medikamenten können ein nützliches Instrument mit mehreren Zwecken sein: Beurteilung, Behandlung, Prävention und Aushandlung.

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