Strukturelle Konnektivität bei Frauen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung: eine diffusionsgewichtete MRI-Studie

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurde eine strukturelle Untersuchung an Patientinnen mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS) mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) Komorbidität durchgeführt und die Integrität der weißen Substanz im Bereich des orbitofrontalen Kortex und der Neuronenfortsätze, die durch das Striatum und den präfrontalen Kortex ziehen und damit ein Maß für die Konnektivität dieser Strukturen sind, mit der Integrität dieser Strukturen bei einer klinisch unauffälligen Kontrollgruppe verglichen. Durch die Festlegung der ADHS-Komorbidität als Einschlusskriterium erhöht sich die Homogenität der untersuchten Stichprobe wesentlich, da nicht mehr Frauen mit und ohne komorbide ADHS vermischt werden, wie dies in bisherigen Studien die Regel war. Außerdem sind Frauen mit BPS und ADHS eine repräsentative Untergruppe innerhalb des BPS-Syndroms, da ADHS eine häufige komorbide Störung ist und BPS und ADHS Kernsymptome gemeinsam haben wie Impulsivität und emotionale Instabilität. Ferner wurden bei BPS oft stark ausgeprägte emotionale Eigenschaften wie Depressivität, Aggressivität, Affektregulation und allgemeine Psychopathologie erfasst und mit der Integrität dieser Strukturen in Zusammenhang gebracht. Ziel dieser Arbeit ist es, weitere Erkenntnisse über die in der aktuellen Forschung diskutierten neuroanatomischen Korrelate der Emotionsregulationsstörung zu gewinnen.

Kategorien: Komorbiditäten, Persönlichkeitsstörungen

Structural connectivity in women with borderline personality disorder : a diffusion tensor imaging study

In this study structural connectivity in women with borderline personality disorder (BPD) and comorbid attention-deficit hyperactivity disorder (ADHD) was investigated. Furthermore the integrity of inferior frontal white matter and of neural fibers through the striatum and the prefrontal cortex representing the connectivity of these areas were compared between the group of BPD patients and a healthy control group. By defining the ADHS comorbidity as a relevant criterion of the investigated patient group a more homogeneous but still representative subgroup of BPD was achieved since ADHD is very common in subjects with BPD and both disorders share key features such as emotional instability and impulsivity. Furthermore emotional characteristics of BPD like depression, aggression, affectregulation and psychopathology in general were measured and correlations with the integrity of the neuroanatomical structures were investigated. It´s the aim of this study to gain further knowledge about neuroanatomic correlations of emotion regulation.

Kategorien: Comorbidities, Personality disorders

Typ:Dissertation
Autor:Matthias Stefan Weber
Quelle:http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/3333/
Jahr:2007
Keywords (deutsch):Borderline-Pers?nlichkeitsst?rung, NMR-Tomographie, Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom, MRT, BPS, Diffusion, Affektregulation
Keywords (englisch):MRI, BPD, diffusion tensor imaging, affect regulation
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