Die Auswirkungen leistungsbezogener Belohnungen auf neurophysiologische Korrelate der Reiz-, Fehler- und Feedbackverarbeitung bei Kindern mit ADHS

Keri Rosch, Larry W Jr Hawk (2013)

Psychophysiology 50(11), 1157-1173

Zusammenfassung

Belohnungen verbessern nachweislich Verhalten und kognitive Prozesse, die mit Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) in Zusammenhang stehen. Die zugrundeliegenden Informationsverarbeitungsmechanismen sind jedoch noch nicht vollständig geklärt. Wir untersuchten die Wirkung leistungsbezogener Belohnungen auf ereigniskorrelierte Potenziale (EKP) im Zusammenhang mit der Verarbeitung der Hauptreize, Fehlern und Feedback bei Kindern mit ADHS und einer Kontrollgruppe mit typischer Entwicklung. Die Teilnehmenden bearbeiteten eine Flanker-Aufgabe mit Blöcken, die sowohl leistungsbezogene Belohnungen als auch solche ohne enthielten. Kinder mit ADHS zeigten eine reduzierte Amplitude der EKP, die mit der Verarbeitung der Flanker-Reize (P3) und Fehler (ERN, Pe) assoziiert waren, unterschieden sich aber nicht in der Feedback-Verarbeitung (FRN). Belohnungen erhöhten die Flanker-bezogene P3-Amplitude in beiden Gruppen gleichermaßen, die Fehler-bezogene Pe-Amplitude hingegen differenziell bei Kindern mit ADHS. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Belohnungen kognitive Defizite bei Kindern mit ADHS durch eine verbesserte Verarbeitung relevanter Reize und eine intensivere Fehlerbewertung verbessern können.

Kategorien: ADHS bei Kindern

Schlagwörter: ADHS, ADHS bei Kindern, Kinder, Hyperaktivität, EEG, Geschlecht

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