Wenige Auswirkungen des Ferntransfers von Arbeitsgedächtnistraining bei ADHS: eine randomisierte kontrollierte Studie

Jens Egeland, Anne Aarlien, Brit-Kari Saunes (2013)

PloS one 8(10), e75660

Zusammenfassung

ZIELSETZUNG: Studien haben gezeigt, dass Kinder mit ADHS von einem Arbeitsgedächtnistraining profitieren, obwohl nur wenige Studien die Transferwirkungen umfassend untersucht haben. Die vorliegende randomisierte kontrollierte Studie analysiert den Transfer auf andere neuropsychologische (NP) Bereiche, die schulischen Leistungen und die Alltagsbewältigung zu Hause und in der Schule. METHODE: 67 Kinder mit ADHS wurden randomisiert einer Kontrollgruppe oder einer Trainingsgruppe zugeteilt. Die Trainingsgruppe absolvierte das RoboMemo-Programm von Cogmed. Alle Teilnehmenden wurden vor dem Training, unmittelbar danach und acht Monate später mit einer Reihe von NP-Tests, Messungen der mathematischen und Lesefähigkeiten sowie Beurteilungsskalen durch Eltern und Lehrkräfte untersucht. ERGEBNISSE: Es zeigte sich ein signifikanter Trainingseffekt in der psychomotorischen Geschwindigkeit, jedoch nicht in anderen NP-Messungen. Lesen und Rechnen verbesserten sich. Es zeigten sich keine trainingsbedingten Veränderungen in den Symptom-Beurteilungsskalen, weder zu Hause noch in der Schule. Die verbesserten Lesewerte blieben auch acht Monate später signifikant. SCHLUSSFOLGERUNG: Die Studie ist die bisher umfassendste Untersuchung von Transferwirkungen und liefert im Vergleich zu früheren Forschungen gemischte Ergebnisse. Weitere Forschung ist erforderlich, um das Trainingsprogramm sowie die Bedingungen und Schwellenwerte für ein erfolgreiches Training zu verbessern. STUDIENREGISTRIERUNG: Controlled-Trials.com ISRCTN19133620.

Kategorien: Diagnostik, Kognitives Training, Therapie

Schlagwörter: ADHS, ADHS bei Kindern, Kinder, Arbeitsgedächtnis, Hyperaktivität, Geschlecht, Schule, Neuropsychologie

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