Ein Netzwerkansatz zum Zusammenhang zwischen Emotionsregulation und ADHS-Symptomen bei Erwachsenen: Pfade zwischen Schwierigkeiten der Emotionsregulation und ADHS-Dimensionen

Rapson Gomez, Taylor Brown, Daniel Zarate, Stephen Houghton, Vasileios Stavropoulos (2026)

Psychiatric Quarterly 97(2), 231-251

Zusammenfassung

Die Studie untersucht mit Netzwerkanalyse die Wechselbeziehungen zwischen Dimensionen der Emotionsregulation (erfasst über die Difficulties in Emotion Regulation Scale, DERS-36), Affektlabilität (Affect Lability Scale-18, ALS-18) und den ADHS-Dimensionen Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität (Current Symptom Scale). Damit trägt sie zur Diskussion bei, ob Schwierigkeiten der Emotionsregulation in die ADHS-Diagnosekriterien aufgenommen werden sollten, insbesondere bei Erwachsenen. Untersucht wurden 532 Erwachsene aus der Allgemeinbevölkerung (144 Männer, 388 Frauen; Durchschnittsalter 32,98 Jahre, SD 12,97). Die höchsten Werte der Stärkezentralität ergaben sich für die DERS-36-Skala Strategien und die ALS-18-Skala Depression. Innerhalb von DERS-36, ALS-18 und ADHS-Dimensionen waren nach Regularisierung 33 %, 100 % beziehungsweise 11,11 % der Kanten von Null verschieden, besonders im Zusammenhang mit Unaufmerksamkeit. Von den Kanten zu den ADHS-Dimensionen zeigten nur ALS-18 Depression und DERS-36 Ziele eindeutige Assoziationen mit Unaufmerksamkeit. Die Arbeit ist die erste, die DERS-36- und ALS-18-Subdimensionen gemeinsam mit den drei ADHS-Dimensionen in einem regularisierten Partialkorrelationsnetzwerk betrachtet. Nur wenige emotionsbezogene Dimensionen weisen direkte Zusammenhänge mit den ADHS-Dimensionen auf, was für selektive statt durchgängige Assoziationen spricht. Zu beachten ist die nicht-klinische Gemeindestichprobe mit Frauenüberhang.

Kategorien: ADHS Allgemein, ADHS bei Erwachsenen

Schlagwörter: Emotionsregulation, ADHS im Erwachsenenalter, Erwachsene, Unaufmerksamkeit, Impulsivität

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