Aufmerksamkeitsdefizite und Hyperaktivität-Impulsivität: Was haben wir gelernt, wie geht es weiter?
Joel Nigg (2013)
Development and psychopathology 25(4 Pt 2), 1489-1503
Zusammenfassung
Die Bereiche Selbstregulation, Selbstkontrolle, exekutive Funktionen, Unaufmerksamkeit und Impulsivität durchdringen weite Bereiche der normalen und abnormalen Entwicklung. Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist ein häufiges Syndrom, das einen Teil dieser Bereiche umfasst. In den letzten 25 Jahren hat die ADHS-Forschung dramatische Fortschritte in der genetischen, neuronalen und neuropsychologischen Beschreibung des Syndroms sowie in der Aufklärung seiner multidimensionalen phänotypischen Struktur erzielt. Die begrenzte klinische Anwendbarkeit dieser Forschungsergebnisse stellt die größte Herausforderung für die nächste Generation dar. Es ist wahrscheinlich, dass klinische Durchbrüche eine weitere Verfeinerung der Beschreibung von Heterogenität oder klinisch-biologischen Subgruppen, eine erneute Fokussierung auf die Umwelt in Form ätiologischer Ereignisse sowie psychosozialer Entwicklungskontexte und die Integration beider mit dem biologischen Verständnis erfordern werden.
Kategorien: ADHS Allgemein
Schlagwörter: ADHS, Exekutive Funktionen, Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität, Impulsivität, Genetik, Neuropsychologie
