Psychotherapie bei ADHS im Erwachsenenalter: Eine Bestandsaufnahme
Eliza Hoxhaj, Alexandra Philipsen (2015)
Zeitschrift für Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie 63(1), 25-31
Zusammenfassung
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter ist eine komplexe psychische Erkrankung, die mit erheblichen psychosozialen Funktionseinschränkungen einhergeht und einen Risikofaktor für die Entwicklung komorbider Störungen darstellt. Auf dieser Grundlage hat sich der Einsatz psychotherapeutischer Behandlungen als sinnvoll und wirksam erwiesen. Die meisten bisherigen untersuchten Interventionen sind kognitiv-verhaltenstherapeutisch ausgerichtet. Die Therapiekonzepte verfolgen das Ziel, die mit der Störung assoziierten funktionellen Einschränkungen sowie dysfunktionalen Kognitionen, Selbstwert- und Interaktionsprobleme zu verändern und verbessern. Die Behandlungsprogramme zeigten insgesamt positive Effekte hinsichtlich des Schweregrades der zugrunde liegenden ADHS-Symptomatik sowie der damit verbundenen Symptome Depressivität und Ängstlichkeit. Sowohl nicht medizierte Patienten, als auch Patienten, die nach einer medikamentösen Behandlung noch Residualsymptome aufwiesen, profitierten von der psychotherapeutischen Behandlung.
Kategorien: ADHS bei Erwachsenen, Affektive Störungen, Psychotherapie
Schlagwörter: ADHS, Psychotherapie, Depression
